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Fahren ohne Kennzeichen: Versicherungsschutz ist in Gefahr

11.10.2012 - 17:27

Egal ob Neufahrzeug oder eben erstandener Gebrauchtwagen: Ohne gültiges Nummernschild darf das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen nur in Ausnahmefällen gefahren werden. Wer ohne Schilder erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 30 Euro und drei Punkten in Flensburg rechnen. Kommt es zum Unfall, ist zudem der Versicherungsschutz in Gefahr. Bei einem Neuwagen sorgt oft der Händler für die Zulassung und die entsprechenden Kennzeichen. Ist das nicht der Fall, kann er dem Kunden für die Überführungsfahrt zur Zulassungsstelle oder nach Hause auch rote Nummernschilder leihen. Die roten Kennzeichen dürfen nur für Überführungs- und Probefahrten verwendet werden. Der Kunde muss deshalb seinen Wagen auf schnellstem Weg selbst versichern, zulassen und mit „normalen“ Nummernschildern versehen.

Rote Nummernschilder können Händler und Werkstätten beantragen

Privatpersonen bekommen solche roten Schilder nicht von den Behörden ausgestellt. Wer etwa privat einen Gebrauchtwagen kauft, kann für die Fahrt nach Hause oder zur Zulassungsstelle spezielle Kurzzeitkennzeichen bei der zuständigen Zulassungsstelle beantragen. Sie sind fünf Tage gültig. Um sie ausgehändigt zu bekommen, ist der Nachweis einer bestehenden Autoversicherung notwendig. Die Versicherer bieten hier spezielle Konditionen an. Wird der Wagen nach Ablauf des Kurzzeitkennzeichens bei diesem Unternehmen versichert, verrechnen die Gesellschaften den Betrag mit den der anfallenden Versicherungsprämie.

Soll dagegen ein stillgelegtes Fahrzeug wieder zugelassen werden, gelten Ausnahmen: Für die Fahrt zur Zulassungsstelle und zur Hauptuntersuchung können auch die alten, ungestempelten Nummernschilder verwendet werden. Die Fahrt darf jedoch nur innerhalb des zuständigen oder angrenzenden Zulassungsbezirks stattfinden.

Kennzeichen immer vorschriftsmäßig befestigen

Die Nummernschilder sollten auch vorn und hinten am Fahrzeug ordnungsgemäß montiert sein. Sie einfach nur hinter die Heck- und Windschutzscheibe zu legen, kann bei einem Unfall Probleme mit der Kfz-Versicherung verursachen. Die Gesellschaft kann sich dann bei der Schadensregulierung zieren.

In jedem Fall muss eine gültige KFZ Haftpflichtversicherung vorliegen, die solche Fahrten ausdrücklich einschließt. Dies ist mit einer aktuellen elektronischen Versicherungsbestätigung des KFZ Versicherers mit der Klausel „Gilt auch für Fahrten mit ungestempelten Kennzeichen nach § 23 Abs. 4 Satz 7 StVZO“ gewährleistet.

(srh)

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