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Autofahrer: Zahl der Senioren hinterm Steuer steigt stetig

12.06.2013 - 12:00

Deutschlands Autofahrer werden immer älter. In den kommenden Jahren, so eine Meldung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, wird etwa ein Drittel aller Fahrzeuglenker die 60 Jahre überschritten haben. Bereits jetzt sind dem Kraftfahrtbundesamt zufolge von den gut 50 Millionen Führerscheinbesitzern rund zehn Millionen über 65 Jahre alt. Dies macht sich auch bei den Fahrzeugkäufen - ob Gebraucht- oder Neuwagen - bemerkbar.

Das Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen hat analysiert, dass Neuwagenkäufer im Jahr 2011 im Schnitt stolze 51,3 Jahre alt waren. Schaffen sich Autofahrer in fortgeschrittenem Alter einen Wagen an, achten sie verstärkt auf technische Helfer und Komfort. Das lassen sie sich dann auch gerne etwas kosten. So ermittelte das CAR-Institut jüngst, dass die Listenpreise für Neufahrzeuge seit Jahren ansteigen. Waren es 2011 noch 25.893 Euro, verlangten die Händler im vergangenen Jahr bereits durchschnittlich 26.446 Euro pro Wagen.

Worin liegt das hohe Alter der Autokäufer begründet? Zum einen sitzt das Geld bei vielen Jüngeren nicht so locker. Die Generation Praktikum steigt erst spät ins richtige Berufsleben mit entsprechend ausreichendem Verdienst ein. Einen Neuwagen kaufen sich daher nur die wenigsten der unter 30-Jährigen.

Bei den Jüngeren verliert das eigene Auto an Bedeutung

Zudem verliert das eigene Automobil bei dieser Generation stetig an Prestige. Der Fokus liegt eher auf dem Erwerb neuer Entertainment- und Kommunikationstechnik. Smartphone und Co. haben das Auto in der Gunst der jungen Wilden abgehängt. Gerade in der urbanen Gesellschaft ist ein eigenes Auto heutzutage oft eher lästig. Die Parkplatzsuche nervt, man hängt dauernd im Stau fest, die Kosten stehen in keinem Verhältnis zur Nutzung und dem Nutzen.

Gefragt sind flexible Mobilitätsmodelle, die den Bedürfnissen des modernen Städters gerecht werden und genauso flexibel sind wie er. Darauf stellen sich auch die Automobilkonzerne ein. Die großen Automarken sind längst an Carsharing-Modellen beteiligt. Daimler etwa erreicht nach Auskunft des Chefs Dieter Zetsche aktuell rund 350.000 Kunden mit Car2go - die Expansion ist fest eingeplant.

Auto-Konzerne stellen sich breiter auf

Auch bei weiteren alternativen Mobilitätskonzepten ist der Konzern als exemplarisches Beispiel für seine Zunft beteiligt. So hat sich Daimler erst 2012 beim größten Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Europa - Carpooling aus München - eingekauft. "Wenn sich Dinge verändern, wenn sich das Umfeld verändert, dann ist es immer klug, Teil der Veränderung zu sein", zitiert das Online-Fachmagazin Automobilwoche den obersten Daimler-Lenker in einem Bericht.

Es gibt jedoch auch eine Kundengruppe unterhalb des Rentenniveaus, die nicht auf das eigene Auto verzichten kann oder will und daher für die Hersteller interessant ist: Familien. Laut einer aktuellen Umfrage der Nürnberger Marktforschung Puls unter 300 Autokäufern mit Kindern wechseln 62 Prozent der werdenden Eltern wegen ihres Nachwuchses und der damit verbundenen sich verändernden Mobilitätsansprüche das Auto. Acht Prozent schaffen sich deshalb überhaupt ihr erstes eigenes Fahrzeug an.

Bei Eltern ist der Preis fürs Auto nicht ausschlaggebend für die Kaufentscheidung

Eltern schauen der Studie zufolge auch nicht primär auf den Preis des neuen Wagens. Wichtiger sind ihnen Größe, Platzangebot, Ausstattung, Komfort und Sicherheit. Sie bevorzugen typische "Familienkutschen" wie den VW Passat oder Touran sowie die Ford-Modelle Kuga und Galaxy.

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(srh)

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