0800 - 24 24 123 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Auto winterfest machen: So kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit

25.10.2013 - 14:00

Sinken die Temperaturen, kommen nicht nur wir Menschen schlechter in Gang als in der warmen Jahreszeit. Auch Autos bekommt die Winterkälte nicht. Laut dem ADAC erhöht sich die Anzahl liegengebliebener Autos im Dezember gegenüber den anderen Monaten im Jahr um 50 Prozent. Wer jedoch die Ratschläge von CHECK24 beachtet und seinen Wagen winterfest macht, kommt gut durch die kalte Jahreszeit.

Noch sind die Temperaturen erträglich, in manchen Mittagsstunden ist in der Sonne sogar T-Shirt-Wetter angesagt. Doch davon sollten sich Autofahrer nicht blenden lassen. Schnell können ab November die Temperaturen fallen. Spätestens wenn winterliche Straßenverhältnisse absehbar sind, sollten Winterreifen aufgezogen werden. Wer dann weiterhin mit den Sommerschlappen unterwegs ist, riskiert einiges.

Unfall durch falsche Reifen kostet Geld, Punkte und eventuell den Kaskoversicherungsschutz

Kommt es aufgrund der falschen Bereifung zur Behinderung des Straßenverkehrs, sieht die Straßenverkehrsordnung dafür ein Bußgeld von 80 Euro vor. Einen Punkt in Flensburg gibt es gratis dazu. Sind unpassende Reifen gar ursächlich für einen Unfall, wird es noch teurer. Außerdem kann die eigene Kaskoversicherung die Leistung wegen grober Fahrlässigkeit verweigern oder zumindest stark kürzen - dann bleiben Sie auf dem Schaden sitzen.

Winterreifen sollten schon aufgrund der eigenen Sicherheit aufgezogen werden. Sie bieten im Vergleich zu Sommer- und Allwetterreifen mehr Grip, das Handling auf der winterlichen Straße ist spürbar besser. Außerdem verkürzt sich der Bremsweg deutlich. Vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern.

Mit einer Zwei-Euro-Münze kann jeder leicht feststellen, ab die alten Reifen noch genügend Belag haben. Versinkt der silberne Rand der Münze in der Rille, sind die Winterreifen noch top. Wer neue Reifen braucht, sollte sich schleunigst umtun. Jetzt haben die örtlichen Reifenhändler Hochkonjunktur. Günstige Exemplare, die bei den diversen Reifentests gut abgeschnitten haben, sind schnell vergriffen. Auch wer ausgefallene Größen oder Klassen braucht, wird vor Ort oft nicht mehr fündig.

Online-Reifenportale sind eine Alternative zu ortsansässigen Reifenhändlern

Eine Alternative, die immer mehr Autofahrer nutzen, sind Reifenportale im Internet. Nach wenigen Klicks ist klar, welche Reifen für das Auto passend und verfügbar sind. Die Reifen - ob mit oder ohne Felgen - werden entweder zum Kunden nach Hause oder in eine Partnerwerkstatt in der Nähe geliefert, wo sie dann professionell aufgezogen werden können.

Hauptursache für liegengebliebene Autos sind im Winter jedoch nicht falsche Reifen, sondern müde Batterien. Sie werden bei Schnee und Eis besonders beansprucht. Ein Check der Batterie gehört daher zur Routine. Sind die Kammern richtig befüllt? Hat der Akku noch genug Spannung? Wenn nicht, gehört der Starter-Block gegen einen frischen ausgetauscht.

Frostschutzmittel schützt vor zufrierenden Wasserleitungen

Die kalten Temperaturen setzen auch anderen Schwachstellen des Autos zu. Damit das Wasser an Bord nicht einfriert, gehört Frostschutzmittel in den Kühler und ins Scheibenwischwasser. So bleiben Front- und Heckscheibe sauber und geplatzte Leitungen werden vermieden.

Auch das Öl gehört vor dem Winter auf Füllmenge und Konsistenz überprüft - bei Bedarf auffüllen oder wechseln. Der Türbereich braucht ebenfalls Winterpflege. Türfetter wie Silikon, Talkum oder Hirschtalg halten die Türgummis geschmeidig. Ein griffbereites Fläschchen Öl oder Graphit in der Jackentasche ist der Helfer in der Not, wenn sich Wassertropfen im Türschloss in Eis verwandeln und sich das Auto nicht öffnen lässt.

Bei trübem Winterwetter müssen die Scheinwerfer 1a funktionieren

Da es in den Wintermonaten früh dunkel wird und es auch am Tag oft trüb und neblig ist oder Regen beziehungsweise Schnee die Sicht verschlechtern, sind helle Scheinwerfer das A und O. Die Lichtanlage - sowohl die Frontscheinwerfer als auch die Bremslichter - sollte regelmäßig gereinigt werden. Defekte oder schwache Birnen gehören ersetzt.

Neben dem normalen Zubehör im Wagen - wie Reserverad, Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste - gehören im Winter auch Eiskratzer, eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe und eine Decke mit an Bord. Außerdem sollten die Bremsen noch genügend Belag aufweisen. Der Karosserie, vor allem dem Unterboden und den Radkästen, setzt die Mischung aus Streusalz und Nässe besonders zu. Deshalb ist eine regelmäßige Autowäsche mit Wachsversiegelung gerade im Winter im Kampf gegen den Rost sinnvoll.

Die beste Vorbereitung des Autos auf den Winter bietet jedoch keinen garantierten Schutz vor Unfällen. Kommt es zur Karambolage, ist eine gute Kfz-Versicherung wichtig. Passende Autoversicherungen finden Sie leicht, kostenlos und unverbindlich mit dem Versicherungsrechner von CHECK24. Autofahrer können durch den Kfz-Tarifvergleich bis zu 850 Euro Jahresprämie sparen.

(srh)

Weitere Artikel: