0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Das ändert sich 2013 für Autofahrer

04.12.2012 - 17:35

Im Jahr 2013 müssen sich Autofahrer in Deutschland auf etliche Änderungen gefasst machen. CHECK24 sagt Ihnen, was in den kommenden Wochen und Monaten auf Sie zukommen kann, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind.

Neben Neuerungen bei der KFZ Versicherung wird der Frühjahrsputz bei der Verkehrssünderkartei in Flensburg vorbereitet. Wer sein Konto vorher säubern will, sollte im kommenden Jahr aktiv werden, so der ADAC. Der „Lappen“ für Führerscheinneulinge ist zwar schon länger ein handliches Plastikkärtchen, wird jedoch ab Januar mit einer begrenzten Geltungsdauer versehen.

Mehr Kleingeld sollten Sie zudem einstecken haben, wenn Sie die erlaubte Parkdauer auf einem öffentlichen Parkplatz überstrapazieren. Und wenn Sie vor lauter Neuerungen  jetzt schon nicht mehr durchblicken, hier ein Lichtblick: Wo es den günstigsten Sprit der Republik gibt, meldet ab 2013 eine eigene Markttransparenzstelle.

Umstufungen bei Regional- und Typklassen in der KFZ Versicherung

Doch der Reihe nach – beginnen wir mit der KFZ Versicherung. Hier treten zum Jahreswechsel die neu berechneten Regional- und Typklassen in Kraft. Sie werden – wie jedes Jahr – vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt. Auch wenn die Ergebnisse nicht bindend sind, übernehmen die meisten KFZ Versicherungen die Einteilungsvorschläge.

Für das kommende Jahr bedeutet das für rund die Hälfte der Autofahrer, dass sie beziehungsweise ihr Auto in eine andere Klasse rutschen. Geht es rauf, bedeutet das in aller Regel einen höheren Versicherungsbeitrag.

Zusätzlich berücksichtigen die KFZ Versicherer ab 2013 bei der Typklasseneinstufung auch das Alter des Versicherungsnehmers sowie des jüngsten Fahrers. Diese neue Risikobewertung kann den Beitragssatz zusätzlich in die Höhe treiben.

Unisextarife sind ab dem 21. Dezember 2012 verpflichtend

Auch das Streben der Euro-Richter in Luxemburg nach Geschlechter-Gleichheit hat Auswirkungen auf die deutschen Autofahrer – und das bereits ab dem 21. Dezember dieses Jahres. Ab dann gelten in der KFZ Versicherung ─ ebenso wie bei allen anderen Versicherungsarten ─ verbindlich die Unisextarife.

Das bedeutet: Alle Autofahrer müssen von den Versicherern gleich behandelt werden – ob Mann oder Frau spielt keine Rolle mehr. Die Gesellschaften müssen ihren Kunden bei Neuabschlüssen bei ansonsten gleichen Voraussetzungen und Leistungen auch die gleiche Prämie berechnen. Einen spezifischen Geschlechterbonus oder -aufschlag darf es künftig nicht mehr geben.

Junge Fahrerinnen könnte dies wurmen, profitierten sie doch bisher von der guten Schadensbilanz ihrer Altersgenossinnen. Ihr bisheriger Lohn: niedrigere Beiträge zur KFZ Versicherung gegenüber den gleichaltrigen männlichen Versicherungskunden. Die bezahlen bislang wegen ihrer statistisch höheren Unfallrate meist mehr.

Führerschein ab 2013: Fahrerlaubnis nach 15 Jahren neu beantragen

Ebenfalls einheitlich für alle Führerscheinneulinge gilt  bei Erwerb der Fahrerlaubnis ab dem 1. Januar 2013: Der Führerschein ist nicht mehr zeitlebens gültig. Nach 15 Jahren muss er neu beantragt werden. Eine erneute Fahrprüfung ist aber derzeit nicht vorgesehen. Diese Regelung gilt im Übrigen auch für verlorene oder gestohlene Führerscheine.

Auch für Verkehrssünder brechen, bald neue Zeiten an - zumindest wenn es nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geht. Ab 2014 sollen nur noch gravierende Verkehrsverstöße mit maximal je drei Punkten geahndet werden – bisher sind bis zu sieben Punkte je Verstoß möglich.

Dafür soll künftig bereits bei acht Punkten Schluss sein mit lustig - der „Lappen“ wäre  in dem Fall weg. Bislang können Autofahrer bis zu 18 Punkte sammeln. Autohaltern mit vielen Punkten auf dem Sünderkonto rät der ADAC, diese noch 2013 durch Abbau-Seminare zu verringern. Denn nach der Reform soll es diese Möglichkeit nach derzeitigem Stand nicht mehr geben.

Kein Aprilscherz ist die Erhöhung der Gebühren bei Überschreitung der Parkdauer auf öffentlichen kostenpflichtigen Parkplätzen. Für dieses Vergehen werden ab dem 1. April 2013 fünf Euro mehr Strafe fällig als bisher.

Wo ist die günstigste Tanke im ganzen Land? Die Markttransparenzstelle weiß es

Dafür könnten Autofahrer bald beim Tanken sparen. Zum Jahresbeginn soll die neue Markttransparenzstelle eingerichtet werden. Ihr müssen die Tankstellenbetreiber künftig in Echtzeit die aktuellen Spritpreise an den Zapfsäulen melden. Die Preise sollen mobil abrufbar sein;  Autofahrer sollen so via Smartphone oder Navi die günstigste Tankstelle im Umkreis aufspüren können.

Vorsicht in Frankreich: Ohne Alkoholtester an Bord droht Strafe

Vorsicht ist dagegen bei Fahrten nach Frankreich geboten: Wer kein eigenes Alkoholschnelltestgerät an Bord hat und von der französischen Polizei angehalten wird, muss für dieses Malheur ab März 2013 Euro Strafe zahlen. Eigentlich sind die Pustefix-Geräte beim französischen Nachbarn bereits seit dem 1. Juli 2012 Pflicht, doch unter anderem wegen akuter Lieferengpässe wurde die ursprünglich ab November 2012 vorgesehene Strafe bei Verstößen gegen die Mitführpflicht bisher ausgesetzt.

(srh)

Weitere Artikel: