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Studie: Zeckenmittel und Impfungen können die Infektionsgefahr bei Hunden senken

03.07.2013 - 10:54

Eine Studie des Instituts für Parasitologie der veterinärmedizinischen Universität Wien hat für Hundehalter aufschlussreiche Erkenntnisse gebracht. In einer Untersuchung wollten die Forscher herausfinden, wann und wo die verschiedenen Zeckenarten zustechen und welche Zeckenmittel präventiv wirken. Die Studie belegt, dass die verschiedenen Zeckenarten mit ihren spezifischen Krankheitserregern die Hunde zu unterschiedlichen Zeitpunkten beißen. Anhand der Forschungsergebnisse können nun Hundebesitzer ihren geliebten Vierbeiner bestmöglich vor Zeckenbissen und damit einhergehenden, manchmal lebensbedrohlichen Krankheiten schützen.

Hilfreich ist auch die Erkenntnis, dass die Parasiten die Hunde meist an Kopf, Nacken, Schultern und der Brust befallen. Daher sollten Hundehalter nach einem Spaziergang im Grünen ihr Tier an diesen Stellen besonders gründlich auf Zeckenbisse untersuchen. Die Forscher weisen darauf hin, dass Anti-Zeckenmittel bei Hunden zwar zu einem geringeren Zeckenbefall führen, diese Mittel jedoch nicht vor einer Infektion beziehungsweise Erkrankung schützen. Zudem sei die Wirksamkeit sehr gering, wenn die Präventionsmittel nicht regelmäßig eingesetzt werden. Neben einer regel- und ordnungsgemäßen Anwendung solcher Präparate sei eine Impfung gegen Zecken besonders wichtig.

Das Thema Impfen ist heikel und umstritten – nicht nur bei Menschen. Dies zeigte sich auch im Zuge eines kürzlich veröffentlichten Impfratgebers für Hundebesitzer. Daraufhin entbrannte eine Debatte unter Hundehaltern über den Nutzen von Hundeimpfungen. In Deutschland gibt es derzeit für Hunde keine Impfpflicht. Daher muss jeder Hundebesitzer selbst entscheiden, ob er seinen besten tierischen Freund impfen lassen möchte oder nicht. Wer jedoch um die Gesundheit seines Hundes besorgt ist und Arzt- beziehungsweise Impfkosten scheut, sollte eine Hundekrankenversicherung abschließen.

Hundekrankenversicherung: Vollschutz beinhaltet diverse Vorsorgeleistungen

Da rund 50 Prozent der Hunde trotz Zeckenmittel eine Infektion aufwiesen, spricht sich Michael Leschnik von der Klinik für Kleintiere der Vetmeduni Vienna dafür aus, das Bewusstsein der Hundehalter in Sachen Zeckenschutz zu schärfen. Impfen und eine konsequente, vorsorgende Behandlung mit Zeckenmittel senkt das Infektions- und Erkrankungsrisiko bei Hunden. Dies ist die Quintessenz der Forschungsergebnisse.

Da tierärztliche Behandlungen meist sehr kostspielig sind, empfiehlt sich als finanzieller Schutz eine Krankenversicherung für Hunde. Diese wird in zwei Varianten angeboten – als OP- und Vollkrankenschutz. Eine Hunde-OP-Versicherung übernimmt im Versicherungsfall die Kosten, die bei einer notwendigen Operation entstehen. Wer sich für die Option Vollschutz entscheidet, hat darüber hinaus Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen, wie zum Beispiel Vorsorgeleistungen. Dazu gehören in der Regel nicht nur die Übernahme von Impfkosten bis zu einer bestimmten Höhe, sondern auch die Kosten für Zeckenmittel, Wurmkuren und Zahnprophylaxe.

Tipp: Da es beispielsweise beim Leistungsumfang, der Kostenerstattung für veterinärmedizinische Leistungen oder der Selbstbeteiligung Unterschiede zwischen den Hundekrankenversicherern gibt, sollten Sie vorab Hundekrankenversicherungen vergleichen.

(mtr)

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