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Soll ich meinen Hund impfen oder nicht?

21.06.2013 - 12:00

Dass manche Eltern Impfungen ihrer Kinder kritisch gegenüberstehen, hört und liest man des Öfteren. Dass jedoch nun die Angst vor Impfschäden auch unter Hundehaltern grassiert, mag den Einen oder Anderen doch verwundern. Auslöser der Sorge um den Vierbeiner ist ein kürzlich erschienener kritischer Ratgeber über Hundeimpfungen. Die Autorin hatte bereits vor gut vier Jahren mit einem thematisch ähnlich gelagerten Buch für heftige Diskussionen unter Tierhaltern und zu einer wachsenden Impfskepsis gesorgt. Impfen – egal ob bei Mensch oder Tier – ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Ob jemand impfen lässt, ist stets eine individuelle Entscheidung.

Unter Hundehaltern gibt es oftmals zwei Motive für die Impfskepsis beziehungsweise -verweigerung. Einige befürchten, Impfstoffe könnten dem geliebten Tier schaden. Andere scheuen die Kosten einer Hundeimpfung. Letzteres gilt vor allem für Personen, die sich nicht nur einen, sondern mehrere Hunde halten.

Bezüglich der Angst vor Impfschäden, besteht nur die Möglichkeit, seriöse und wissenschaftlich fundierte Informationen einzuholen, um sich für oder gegen eine Impfung zu entscheiden. Wer jedoch eine Impfung als wirksamen Schutz vor Krankheiten ansieht, um die Gesundheit seines Hundes besorgt ist, jedoch die Impfkosten scheut, kann eine Hundekrankenversicherung abschließen.

Zwei Varianten der Hundekrankenversicherung

Mit einer Hundekrankenversicherung kann der Hundebesitzer nicht nur eine umfangreiche medizinische Versorgung sicherstellen, sondern auch eine Menge Geld sparen. Eine Krankenversicherung für den Hund wird in zwei Varianten angeboten. Mit einer Hunde-OP-Versicherung können Kosten, die im Zusammenhang mit einer medizinisch notwendigen Operation entstehen, abgedeckt werden. Diese Versicherungsoption stellt im Grunde einen Basisschutz da.

Eine Hundekrankenvollversicherung schließt diese Leistung mit ein und übernimmt darüber hinaus unter anderem auch Kosten für ambulante und stationäre Heilbehandlungen oder Notdienstversorgungen. Zudem enthält diese Form des Versicherungsschutzes oft auch Vorsorgeleistungen, wie zum Beispiel Impfungen, Wurmkuren, Zeckenmittel und Zahnprophylaxe. Je nach Anbieter und Tarif unterscheiden sich die Versicherungsangebote jedoch bezüglich der Kostenerstattung, Selbstbeteiligung und des Leistungsumfangs teilweise deutlich. Daher lohnt es sich, kostenlos und unverbindlich einen Versicherungsvergleich zu machen.

Wichtig: Viele Hundekrankenversicherer nehmen einen Hund nur  auf, wenn er bereits eine Grundimmunisierung besitzt. Die Kosten für nachfolgende Vorsorgeimpfungen, wie zum Beispiel gegen Tollwut oder Zwingerhusten, können jedoch versichert werden.

Keine Impfpflicht für Hundehalter

In Deutschland gibt es derzeit weder für Menschen noch für Tiere eine gesetzliche Impfpflicht. Dennoch empfiehlt die ständige Impfkommission des Bundesverbands praktizierender Tierärzte diverse Impfungen für Hunde. Wer seinen Vierbeiner mit ins Ausland in den Urlaub nehmen möchte, muss ohnehin prüfen, ob und welche Impfbestimmungen dort gelten. Doch wie bereits eingangs erwähnt: Ob und gegen was man sein Tier impfen lässt, entscheidet der Hundehalter.

Wozu dagegen fast alle Hundehalter in Deutschland verpflichtet sind, ist die Zahlung der Hundesteuer. Der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ist nur in einigen Bundesländern – manchmal nur für ganz bestimmte Rassen oder aggressive Hunde – gesetzlich vorgeschrieben. Hierzu müssen Sie die Hundeländerverordnung prüfen. Eine Hundehalterhaftpflicht lohnt sich jedoch für jeden Hundeeigentümer, da mit wenigen Euro durch den Vierbeiner verursachte Schäden in Millionenhöhe versichert werden können.

(mtr)

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