0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Insektenstiche bei Hunden - was tun?

21.07.2013 - 16:00

Manche Hundebesitzer unterschätzen die Gefahr, die von Insektenstichen ausgeht. Besonders Wespen- und Bienenstiche können nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde gefährlich sein - vor allem, wenn sie darauf allergisch reagieren. Auch Stiche von Hornissen und Hummeln sind nicht ungefährlich. Im Vergleich zu Wespen und Bienen gibt es jedoch heutzutage  jedoch nur noch sehr wenige Hornissen und Hummeln stechen selten zu. Die primäre Gefahr geht daher von Wespen und Bienen aus.

Denn reagiert ein Hund auf das Gift dieser Insekten allergisch, kann ein Stich im Falle eines anaphylaktischen Schocks sogar tödlich enden. In einem solchen Fall ist dringend Erste Hilfe sowie eine tierärztliche Behandlung notwendig. In einem solchen – wenn auch seltenen – Fall kann sich derjenige glücklich schätzen, der sich vorab über Ersthelfermaßnahmen informiert und eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen hat. Zum einen ist umgehend richtiges Handeln gefragt – jede Minute kann entscheidend sein.

Andererseits können die Kosten für den Tierarzt sehr teuer sein. Eine Krankenversicherung für Hunde mit Vollschutz übernimmt in der Regel den Großteil notwendiger Behandlungskosten. In Notfällen ist keine Wartezeit wirksam. Das heißt, als Versicherungsnehmer hat man nach Vertragsabschluss umgehend einen Leistungsanspruch. Im Folgenden finden Sie einige Erste-Hilfe-Tipps für den Fall,  dass Ihr Hund von einem Insekt gestochen wird. Zudem ist es sinnvoll, Präventionsmaßnahmen gegen Insektenstiche zu ergreifen.

Erstversorgung bei einem Wespen- oder Bienenstich

Wenn Hunde von einer Biene oder Wespe gestochen wurden, winseln oder jaulen diese meist und beginnen an der Einstichstelle zu knabbern oder zu lecken. Dabei besteht die Gefahr, dass das Stechinsekt in den Mundbereich des Tieres gelangt. Hat ein Insekt zugestochen, das mehrmals stechen kann, wie zum Beispiel eine Wespe, kann dies sehr gefährlich sein. Daher sollten Sie bei den genannten Anzeichen sofort Ihren Hund untersuchen und das Tier vom Insekt - beziehungsweise  im Falle eines Bienenstiches vom Stachel - befreien.

Danach sollten Sie die Einstichstelle kühlen, sodass sich erst gar keine übermäßige Schwellung bilden kann und die Schmerzen gelindert werden. Wenn Sie keine Kühlmittel zur Hand haben, aber sich in der Nähe eines Baches oder Flusses befinden, können Sie ein Tuch befeuchten und die Wunde kühlen. Lassen Sie Ihren  Hund  jedoch keinesfalls darin schwimmen. Im Falle einer Schock- oder allergischen Situation könnte der Hund ertrinken.

Wenn keine allergische Reaktion auftritt, Ihr Vierbeiner jedoch dauerhaft an der Einstichstelle kratzt, sollten Sie diese verbinden. So unterstützen Sie den Heilprozess und verhindern die Bildung von Ekzemen. Wurde das Tier im Rachen oder an der Zunge gestochen und droht zu ersticken, weil durch das Gift die Schleimhäute anschwellen und die Atemwege blockiert werden, ist schnelles Handeln gefragt.

Erste-Hilfe-Tipps für Hundehalter bei Ersticken und allergischen Reaktionen des Hundes

Anzeichen eines Erstickungszustandes sind oftmals Schwellungen im Hals- und Rachenbereich, Unruhen, Würgen, starkes Speicheln und Husten sowie verstärktes Luftschnappen. In diesem Fall ist es dringend geboten, den Tierarzt aufzusuchen beziehungsweise einen Tiernotarzt zu verständigen. Um das Leben ihres Hundes zu schützen, können folgende Maßnahmen durchgeführt werden:
  • Erbrochenes umgehend entfernen
  • Der Kopf des Hundes muss gerade gehalten und die Zunge nach vorne gezogen werden. Sie darf nicht nach hinten rutschen, da er sonst ersticken kann.
  • Kühlen Sie, wenn möglich, die gesamte Halspartie
Erleidet der Vierbeiner aufgrund einer Allergie einen Schock und wird apathisch oder bewusstlos, sind die soeben aufgeführten Maßnahmen durchzuführen. Zuvor sollten Sie ihn jedoch auf einer warmen Unterlage in die stabile Seitenlage bringen. Wenn er bei Bewusstsein und selbst trinkfähig ist, geben Sie ihm etwas zu trinken. Ganz wichtig: Niemals zwingen! Decken Sie Ihren Hund gut zu, um ihn zu wärmen.

Wichtig: Diese Hinweise sind nur erste Hilfsmaßnahmen und ersetzen nicht die Behandlung durch einen Veterinärmediziner, welchen Sie in jedem Fall aufsuchen sollten, wenn Ihr Hund infolge eines Insektenstiches Schmerzen oder einen Schock erleidet.

(mtr)

Weitere Artikel: