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Urteil: Mini-Bullterrier sind keine gefährlichen Hunde

05.05.2014 - 11:00

Miniatur-Bullterrier sind eine eigenständige Hunderasse und können daher - im Unterschied zu Bullterriern - nicht aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährliche Hunde eingestuft werden. Das geht aus einem unlängst veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts Gera hervor.

Der Kläger des verhandelten Streitfalls war gegen die thüringische Stadt Altenburg vor Gericht gezogen, nachdem diese seinen Miniatur-Bullterrier als Bullterrier eingestuft und dem Halter ein ordnungswidriges Verhalten vorgeworfen hatte. Laut der Hundeverordnung des Freistaates gelten Bullterrier als gefährliche Hunde. Für diese Rasse besteht innerhalb Thüringens ein gesetzliches Zucht- und Handelsverbot.

Das Verwaltungsgericht Gera kam zu dem Ergebnis, dass der Miniatur-Bullterrier eine eigenständige Hunderasse ist, die nicht als gefährlich eingestuft werden kann. Das Gericht berief sich dabei auf ein Sachverständigengutachten sowie die Stellungnahmen verschiedener Hundezuchtverbände.

Einstufung hängt vom Verhalten des Hundes ab

Die Richter räumten jedoch die Möglichkeit ein, den Miniatur-Bullterrier des Klägers als gefährlichen Hund zu erfassen, sollten sich künftig Beißvorfälle ereignen oder entsprechende Verhaltenszüge auftreten.

Ob und mit welchen Konsequenzen Hunde aufgrund ihres Verhaltens oder ihrer Rasse als gefährlich eingestuft werden, ist in den Hundeverordnungen der einzelnen Bundesländer festgeschrieben. Der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ist aber in jedem Fall zu empfehlen, da vom Hund verursachte Schäden ansonsten für den Halter schlimmstenfalls existenzbedrohend teuer werden können.

(kro)

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