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Ohne Hundehaftpflicht kann ein ungewollter Deckakt sehr teuer werden

05.10.2010 - 21:49

Es ist oft schneller passiert als man denkt: Beim Spaziergang mit dem Hund fühlt sich dieser mit einem Mal zu einem Artgenossen hingezogen, und noch ehe die Besitzer eingreifen können, ist der „ungewollte Deckakt“ vollzogen. Auf den Besitzer des Rüden können nun immense Kosten zukommen, falls keine Hundehaftpflicht vorliegt.

Beim Abendspaziergang mit seinem neunjährigen Rüden Tibor trifft Besitzer Rainer K. auf Sabine M. mit ihrer siebenjährigen Hündin Enya. Während die Besitzer sich unterhalten, laufen die Hunde frei umher. Wenig später werden die Tiere in einer kaum falsch zu verstehenden Stellung entdeckt. Doch auch ein sofortiges Einschreiten kommt zu spät: Die Hunde hatten den Paarungsakt bereits vollzogen.

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) gilt solch ein „ungewollter Deckakt“ als Sachbeschädigung. Der Besitzer des Rüden ist verantwortlich und haftet in vollem Umfang. Nach Einschätzung von Juristen ist ein Abbruch der Schwangerschaft mit geringeren Kosten verbunden als die finanziellen Belastungen durch Tierarztbesuche, Aufzucht der Welpen und Betreuungsaufwand. Daher ist die Halterin der Hündin verpflichtet, eine Abtreibung bei ihrem Tier vornehmen zu lassen, um den Schaden zu mindern.

Im vorliegenden Fall erhöhten sich die Tierarztkosten drastisch, da während dem Schwangerschaftsabbruch bei der Hündin unerwartete Komplikationen auftraten. Letztlich belief sich die Rechnung auf 2.145 Euro. Da der Besitzer des Rüden keine Hundehaftpflicht abgeschlossen hatte, musste er die Rechnung übernehmen. Durch die hohen Schadenersatzkosten musste die Familie auf den Sommerurlaub in Österreich verzichten. Um solch einem Szenario vorzubeugen, ist es ratsam eine Hundehalterhaftpflicht für den Fall der Fälle abzuschließen.

(tei)

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