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Hundehaftpflichtversicherung, Chippen und Sachkundenachweis seit 1. Juli Pflicht in Niedersachsen

14.07.2011 - 17:40

Am ersten Juli 2011 ist die Neufassung des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG) in Kraft getreten. Der Entwurf hatte bereits im Mai den Landtag passiert. Durch das überarbeitete Gesetz sollen laut dem niedersächsischen Verbraucherschutzminister Gert Lindemann (CDU) der Tierschutz gestärkt und Beißunfälle zukünftig vermieden werden.

Die neue gesetzliche Regelung betrifft alle Hundebesitzer die in Niedersachsen gemeldet sind beziehungsweise sich für länger als zwei Monate dort aufhalten. Hundehalter müssen bis spätestens 1. Juli 2013 bei der zuständigen Behörde einen Sachkundenachweis vorlegen - das ist im Grunde nichts Anderes als ein "Führerschein" für Herrchen.

Wer diesen Führerschein für das Halten von Hunden haben will, muss sowohl eine theoretische und als auch eine praktische Sachkundeprüfung bestehen. Ausgenommen hiervon sind langjährige Hundebesitzer die nachweisen können, zwischen dem 1. Juli 2003 und 30. Juni 2013 mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung einen Hund gehalten zu haben. Auch bestimmte Personenkreise wie Tierärzte oder Betreuer von Diensthunden brauchen den "Führerschein" genauso wenig wie Menschen, die einen Blindenhund benötigen.

Chippen - So wird das Tier eindeutig identifizierbar

Als Chippen bezeichnet man ein technisches Kennzeichnungsverfahren, bei welchem dem Hund ein reiskorngroßer Chip eingesetzt wird. Das Tier muss hierfür allerdings älter als sechs Monate sein. Der Chip enthält eine Kennnummer die mit Hilfe eines elektronischen Lesegeräts ausgelesen werden kann - dadurch ist der Hund eindeutig identifizierbar. Die Kennzeichnung kostet in etwa 50 Euro.

 

Zudem wird es ab dem 1. Juli 2013 eine zentrale Meldestelle geben. Alle Hundehalter sind dann verpflichtet, ihre eigenen und die Daten ihrer Hunde der Meldestelle mitzuteilen und ihren "Führerschein" vorzulegen. Das verabschiedete Gesetz beinhaltet jedoch noch eine weitere wichtige Neuerung – den verbindlichen Abschluss einer Hundehalterhaftpflicht. Die wichtigsten Fragen und das NHundG selbst, können auf der Seite des Ministeriums nachgelesen werden.

Hundehaftpflichtversicherung ist vorgeschrieben

Hundehalter müssen laut der neuen Gesetzeslage schnellstmöglich eine Hundehaftpflicht abschließen. Eine solche Versicherung sollte eine Deckungssumme von mindestens 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für Sachschäden beinhalten. Eine vergleichbare Versicherungspflicht gilt bislang nur in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Hamburg und Berlin.

 

Hundegesetze fallen in den Kompetenzbereich der einzelnen Bundesländer - darum sollte man sich als Herrchen vor der Überschreitung der Ländergrenze über die jeweils geltenden Vorschriften informieren. Wenn man mit seinem Hund im Grenzgebiet spazieren geht und das Tier verursacht einen Beißunfall, kann das  für den Besitzer teuer werden. Denn wenn in dem angrenzenden Bundesland etwa Maulkorbzwang bestand, kann es sein, dass der Hundehalter seine Sorgfaltspflicht verletzt und so eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. In solchen Fällen kommt weder eine Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutzversicherung noch eine abgeschlossene Hundehaftpflichtversicherung für den entstandenen Schaden auf, da das Verhalten des Hundebesitzers als fahrlässig einzustufen ist.

Hundehalterhaftpflicht: Versicherungstarife vergleichen und Geld sparen

Eine Hundehaftpflichtversicherung kostet zwischen 50 bis 150 Euro im Jahr – je nach Hunderasse, Selbstbeteiligung, Deckungssumme und Zahlungsmodalität. Um sich gegen potentielle Schadenersatzansprüche von Geschädigten juristisch zur Wehr zu setzen ist weder eine private Haftpflichtversicherung noch eine Schadenersatzversicherung ausreichend. Nur eine Hundehaftpflicht gewährt dem Versicherten umfassenden Rechtsschutz und kommt für entstandene Schäden auf.

 

Da der monatliche Versicherungsbeitrag für eine Hundehaftpflichtversicherung im Durchschnitt nur bei etwa 10 Euro liegt, sollten Hundebesitzer eine Versicherung abschließen – auch wenn sie keiner gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen. CHECK24 bietet die Möglichkeit, Versicherungen für Hundehalter kostenlos und schnell miteinander zu vergleichen und unkompliziert eine geeignete Police abzuschließen. Am besten jetzt gleich die Tarifangebote zur Hundehaftpflicht vergleichen und günstige Police sichern.

(mt)

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