0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Wenn Wauzi auf Reisen geht

24.10.2013 - 15:30

Safety first – ob der Hund im Auto oder im Flugzeug mitreist, er gehört in jedem Fall in eine sichere Transportbox. Im Flugzeug ist diese sowieso vorgeschrieben, unabhängig davon, ob der Vierbeiner mit in die Passagierkabine darf oder im Frachtraum transportiert wird. Dies hängt ganz von Gewicht und Größe des Tieres ab. Prinzipiell muss die Transportbox so beschaffen sein, dass der Hund darin aufrecht stehen und bequem liegen kann. Manche Fluggesellschaften stellen Käfige in der passenden Größe zur Verfügung. Doch die Anschaffung einer eigenen Box macht durchaus Sinn.

So kann sich der Hund schon vor der Reise an diese gewöhnen und desto geringer ist der Stress, den eine Reise ohnehin schon mit sich bringt. Beruhigend wirkt auch, wenn er in der Box sein Lieblingsspielzeug und ein Kleidungsstück, das nach Frauchen oder Herrchen riecht, vorfindet. Die Gabe eines Beruhigungsmittels - bitte nur in Absprache mit dem Tierarzt - kann ebenfalls hilfreich sein. Sollte das Tier ein Beruhigungs- oder Schlafmittel erhalten, sollte der Hund warm zugedeckt werden. Schlafende Hunde kühlen schnell aus.

Bei langen Flugzeiten sollte die Box mit saugfähigem Material gut ausgepolstert werden, damit sie auch beim Urinieren möglichst trocken bleibt. Bei Transportboxen für Hunde im Flugzeug ist ebenfalls Vorschrift, dass die Flugboxen mit einem Wasser- und Futterbehälter versehen sind und den Bestimmungen der IATA (International Air Transport Association) entsprechen, d.h. sie müssen geschlossen, auslauf- und ausbruchsicher sein. Manche Airlines akzeptieren auch eine Softbox mit auslaufsicherem Boden. Da die Bestimmungen der Fluggesellschaften variieren, ist es ratsam, sich vor dem Kauf einer geeigneten Transportbox zu informieren.

Kleine Hunde dürfen mit in die Kabine

Bis zu einem bestimmten Gewicht dürfen Hunde mit in der Kabine reisen. In diesem Fall dürfen die Maße der Transportbox die Abmessungen eines Handgepäckstücks nicht überschreiten. In der Regel entspricht das Maß 55cm x 40cm x 23cm. Während des Flugs muss der Hund in der Box unter dem Sitz untergebracht bleiben und darf die Box nicht verlassen.

Die Mitreise als Handgepäck ist auf einigen Airlines kostenlos, andere wiederum erheben eine Gebühr je nach Gewicht. Der Transport im Frachtraum ist in jedem Fall kostenpflichtig und wird nach Größe des Käfigs berechnet. Servicehunde wie z.B. Blindenhunde reisen ganz unabhängig von ihrer Größe in der Passagierkabine mit, und zwar kostenlos.

Reisen im Auto

Das Auto ist für den Hund die angenehmste Art zu reisen. Man sollte ihn frühzeitig daran gewöhnen und die Autofahrt mit schönen Erlebnissen, wie Ausflüge an den Strand oder in den Wald verbinden. Während der Reise sollten ausreichend Pausen zum Gassi gehen und Spielen eingelegt werden. Staus sind unbedingt zu vermeiden. Besser anhalten und die Zeit überbrücken, bis sich der Stau aufgelöst hat. Ganz wichtig ist es, den Hund sicher im Auto unterzubringen – für seine Sicherheit, aber auch für die eigene und die der Mitreisenden.

Nach Paragraph 23 Straßenverkehrsordnung muss der Hund auf dem Rücksitz mit einem Gurtsystem, das mit dem Anschnallgurt verbunden ist, angeleint sein. Gut aufgehoben ist der Hund im Laderaum eines Kombis hinter einem massiven Trenngitter oder in einer speziellen Autobox für Hunde, die es in vielen passenden Größen je nach Autotyp und Hunderasse im Fachhandel zu kaufen gibt. Kleinere Rassen sind in einer Transportbox auf dem Fahrzeugboden hinter dem Sitz gut untergebracht. Da bekommen sie am wenigsten von den Fahrgeräuschen mit.

Hundehaftpflicht im Ausland

Nicht zu vernachlässigen ist der Versicherungsschutz für Ihren Vierbeiner im Ausland. Eine Hundehaftpflichtversicherung übernimmt in der Regel auch Vermögens-, Sach-, Personen- und Mietsachschäden in Millionenhöhe, die sich im Ausland ereignen. Sollte Ihr tierisch bester Freund beispielsweise beim Rumtollen den Türrahmen oder Boden der Ferienwohnung beschädigen, leistet der Versicherer Schadenersatz.

Beim Auslandsschutz der Hundehaftpflicht sollten Sie jedoch den Geltungsbereich und Zeitschranken im Auge behalten. Meistens gilt der Haftpflichtschutz für Hunde weltweit für zwölf Monate. Bei einem Aufenthalt innerhalb der Europäischen Union (EU) oftmals sogar mehrere Jahre. Zudem sind die besonderen Reisebestimmungen für Hunde zu beachten.

Wer beispielsweise mit seinem Wauwau innerhalb der EU verreisen möchte, muss seinen Hund unter anderem durch einen Chip gekennzeichnet und gegen Tollwut geimpft haben. Es ist unerlässlich, sich vorab über die jeweiligen Hundegesetze des Reiselandes zu informieren. Wer die Gesetze missachtet, riskiert seinen Versicherungsschutz.

(mtr)

Weitere Artikel: