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Biohotels - die ideale Unterkunft für einen nachhaltigen und bewussten Urlaub

21.10.2013 - 16:00

Bio boomt. Das gilt für den Einkauf im Supermarkt genauso wie für die Suche nach dem richtigen Hotel für einen so schönen wie nachhaltigen Urlaub. Das Marktforschungsinstitut GfK stellte bei einer Studie im Februar dieses Jahres fest, dass inzwischen 30 bis 40 Prozent der Deutschen zur intensiven Käufergruppe für Biolebensmittel gehören. Laut einer Studie des Bundesverbraucherministeriums vom August kaufen 74 Prozent zumindest gelegentlich Ökoprodukte.

Was viele Menschen inzwischen in ihren Alltag integrieren, wollen sie auch im Urlaub nicht missen. Biohotels wandeln sich daher vom einstigen Nischenprodukt zum beliebten Ziel für alle Arten von Gästen. Nach wie vor spiegeln die Werte, nach denen die Hotels bewirtschaftet werden, die ihrer Besucher wider. Wichtig ist deshalb nicht nur, dass beispielsweise biologisch angebaute und produzierte Speisen und Getränke angeboten werden, sondern auch Aspekte wie fairer Handel und die Versorgung mit regionalen Produkten.

Stichwort Nachhaltigkeit - was macht ein Hotel zum Bio-Hotel?

Biohotels sind zwar in der Regel etwas teurer, aber das liegt eben auch daran, dass ihr Konzept langfristig Sinn ergeben soll. Besonders die Pensionen, die landschaftlich schön gelegen sind, möchten die natürliche Umgebung erhalten. Dementsprechend müssen sie ihre Ressourcen nachhaltig nutzen – von der Landschaft selbst, über das Wasser bis hin zur Luft. Natur und Mensch sollen auch im Urlaub in einträglichem Miteinander existieren können.

Genaue Kriterien hierfür haben beispielsweise die seit 2001 im Verein BIO-Hotels organisierten Betreiber festgelegt. Die Mindeststandards der Organisation sind über die Bereiche Speisen und Getränke, Kosmetik und Nachhaltigkeit geregelt. Die Verpflegung muss beispielsweise aus zertifizierter, biologischer und möglichst auch regionaler Landwirtschaft stammen und von der Erzeugung bis zum Verzehr handwerklich und natürlich zubereitet werden. Idealerweise entspricht die Qualität den Standards des Anbauverbands Bioland, der besonders strenge Richtlinien hat. Mikrowellen sind tabu, mindestens ein vegetarisches Menü – außer in Ausnahmefällen – ein Muss. Auch für die Kosmetik, die unter anderem bei Wellness-Angeboten zum Einsatz kommt, existieren geregelte Standards.

In den anderen Bereichen wie im Bau oder der Müll- und Abwasserentsorgung gibt es schlichtweg noch keine offiziellen Lizenzen. Der Mindestanspruch für die Hotels reicht aber auch hier von der Nutzung von Ökostrom und Recyclingpapier bis hin zu nachhaltiger Waldwirtschaft. In diesem Sinne verstehen sich die Hotels oft auch als Pioniere in Sachen Ökologie.

Wellness und kulinarische Highlights - das Angebot

Die Studie des Bundesverbraucherministeriums hat in Bezug auf Bio-Lebensmittel festgestellt, dass für die Verbraucher außer Nachhaltigkeit die Stärkung der ländlichen Regionen eine wichtige Rolle spielt. Wer also ein Biohotel bucht, kann das auch im Urlaubsort fort- und umsetzen. Hinzu kommt oft auch der gesundheitliche Aspekt: Vielleicht mag die Annahme nicht immer zutreffen, dass Hoteliers, die auf die Auswahl ihrer Lebensmittel achten, diese auch entsprechend umsichtig zubereiten, doch in der Regel verbinden die Besitzer auch eine bestimmte Philosophie mit ihrer Küche und legen Wert auf gesunde Ernährung. Ob es sich dabei mehr um die natürliche Zubereitung dreht oder ob auch Elemente aus der vegetarischen oder ayurvedischen Küche miteinbezogen werden, ist von Hotel zu Hotel verschieden. So ist ein Urlaub im Biohotel ideal für alle, die Wert auf gesunde Ernährung legen und sich dabei gerne auch noch etwas Inspiration für zu Hause holen wollen.

Dasselbe gilt für die Sport- und Wellnessangebote der Betriebe. Manche Hotels bieten allein durch ihre Lage in unberührter Natur Erholung pur und haben sich auf Gäste spezialisiert, die gerne Wandern, Langlaufen oder Wassersport betreiben. Hinzu kommen meist Entspannungs- und Wellnessangebote wie Saunas, Massagen und Kosmetikbehandlungen. Auch hier ist das Spektrum der Hotels vielfältig – von der klassischen finnischen Sauna über Yogakurse und Thaimassagen bis hin zu Behandlungen aus der medizinischen Wellness. Diese verbindet Naturheilmethoden mit den Erkenntnissen der Schulmedizin und bietet individuelle Körper- und Mentaltherapien, die von Ärzten, Sportlehrern und Therapeuten angeleitet werden.

Medical Wellness auf Rügen oder wandern in Tirol - zwei Hotels, zwei Konzepte

Egal ob Ihnen nach einem Wanderurlaub mit dem gewissen Extra an Natur zumute ist oder ob Sie auf der Suche nach ungewöhnlichen und ganzheitlichen Wellnessangeboten sind, unter den Biohotels sollten Sie fündig werden. Das Artepuri Hotel MeerSinn auf Rügen hat sich beispielsweise auf medical Wellness spezialisiert. Zum Angebot gehört deshalb ein Gesundheitszentrum, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Selbstheilungskräfte des Körpers durch bewusste und ganzheitliche Zuwendung zu aktivieren. Der Urlaub im MeerSinn, soll also auch Zuhause für mehr Sinn im Leben sorgen.

Das Biohotel Stillebach animiert seine Gäste dagegen vor allem mit sportlichen Aktivitäten inmitten der Alpen und setzt dabei vor allem auf die regenerativen Kräfte des Tiroler Pitztals. Nach einem erlebnisreichen Tag mit Wandern, Mountainbiken oder Skifahren können sich Urlauber eine der vielen verschiedenen Massagen gönnen oder sich in der Panoramasauna oder der Infrarotkabine ordentlich durchwärmen lassen. Wer noch Energie übrig hat, kann im Boulderraum klettern gehen. An Biohotels werden also all diejenigen Freude haben, die gern besonders natürlich, ganzheitlich oder nachhaltig Urlaub machen wollen – abgesehen davon, sind der Vielfalt kaum Grenzen gesetzt.

(jwö)

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