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Vorsicht an der Tür: So überrumpeln Trickbetrüger ihre Opfer

13.10.2014 - 18:00

Herbstzeit ist Einbruchszeit: Wenn es draußen wieder früh dunkel wird, steigt die Zahl der Einbrüche. Aber auch tagsüber können Langfinger mit perfiden Tricks in Ihre Wohnung gelangen - selbst wenn Sie zu Hause sind. Wir verraten Ihnen gängige Maschen von Trickbetrügern und wie Sie sich davor schützen können.

Trickbetrüger, die an Türen klingeln, gaukeln ihren Opfern oft eine Notlage vor und bitten um Hilfe. Ein klassisches Beispiel ist der sogenannte Glas-Wasser-Trick: Eine Dame steht an der Tür, täuscht eine Schwangerschaft und Übelkeit vor und bittet um ein Glas Wasser. Während Sie dieser Bitte nachkommen, können die Komplizen bequem durch die angelehnte Tür in die Wohnung gelangen.

Eine weitere beliebte Masche ist der sogenannte Papier-Bleistift-Trick. Hierbei behaupten die Täter, dass sie einen Nachbarn nicht angetroffen haben, ihm aber gerne eine Nachricht hinterlassen würden. Während das Opfer Zettel und Stift holt und gegebenenfalls gebeten wird, die Nachricht selbst aufzuschreiben, ist es abgelenkt – die Komplizen können sich frei in der Wohnung bewegen. Daher sollten Sie in diesen oder ähnlichen Situationen die Fremden nicht aus den Augen lassen oder am besten gleich die Tür schließen, während Sie etwas holen.

Vorsicht vor Verkleidungen

Weitere vorgespielte Notlagen können beispielsweise mit der Bitte verbunden sein, das Festnetztelefon oder die Toilette benutzen zu dürfen. Viele Langfinger verkleiden sich auch als Polizisten, Handwerker, Angestellte der Hausverwaltung oder als Mitarbeiter von Ämtern, Versicherungen oder den Stadtwerken.

Manche kündigen ihren Besuch vorab sogar telefonisch an, um das Vertrauen ihres Opfers zu gewinnen. Tipp: Lassen Sie sich von Personen, die angeblich aus offiziellen Gründen in Ihre Wohnung müssen, am besten immer einen Dienstausweis zeigen und sehen Sie diesen gründlich an.

Gesunde Skepsis kann nicht schaden

Grundsätzlich sollten Sie fremden Menschen an Ihrer Wohnungs- oder Haustür stets aufmerksam und vorsichtig begegnen. So sollten Sie sich beispielsweise fragen, warum jemand in einer (vermeintlichen) Notlage gerade bei Ihnen klingelt und nicht beim Bäcker oder der Apotheke um Hilfe bittet. Im Zweifel öffnen Sie dubiosen Personen am besten gar nicht erst die Tür.

Auch in Ihrer Abwesenheit können Sie den Einbruchschutz für Ihre Wohnung oder Ihr Haus durch verschiedene Maßnahmen aktiv verbessern. Falls trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch bei Ihnen eingebrochen und etwas entwendet beziehungsweise beschädigt wird, tun Sie gut daran, über eine leistungsstarke Hausratversicherung zu verfügen. Diese erstattet Ihnen den Neuwert der fehlenden oder kaputten Gegenstände. Manche Versicherer übernehmen auch die Kosten für den Schlossaustausch und die entstandenen Gebäudeschäden.

(kro)

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