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Hochwasser: Das sollten Sie bei der Schadensmeldung beachten

14.06.2013 - 16:30

Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in weiten Teilen Deutschlands immense Schäden verursacht. Viele Menschen haben durch das Hochwasser ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Wer darauf hofft, den Schaden vom Hausrat- oder Wohngebäudeversicherer erstattet zu bekommen, sollte für eine reibungslose Schadensabwicklung ein paar Dinge beachten. Die Verbraucherzentrale Sachsen gibt Tipps hierzu.

Einer entsprechenden Pressemitteilung zufolge sollten versicherte Hochwasseropfer die Meldung der Schäden nicht auf die lange Bank schieben. Gerade, wenn sie vorübergehend ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen mussten, sollten sie spätestens bei ihrer Rückkehr den Versicherer auf alle Fälle kontaktieren. Eine detaillierte Schadensmeldung kann nachgereicht werden.

Beschädigten Besitz nicht voreilig entsorgen

Auch wenn einige Betroffene ihren zerstörten Hausrat am liebsten gleich wegwerfen wollen, sollte nichts ohne Rücksprache mit der Hausratversicherung entsorgt werden. Die Assekuranz hat das Recht, den unbrauchbaren Hausrat zu begutachten. Die Schäden sollten die Versicherten zusätzlich durch Fotos oder Videos dokumentieren.

Damit die Schadenshöhe akkurat berechnet werden kann, sollten Versicherungsnehmer ihrer Gesellschaft alle nötigen Auskünfte erteilen. Ist die Erhebung einen Monat nach der Schadensmeldung noch nicht abgeschlossen, können die Betroffenen von ihrem Versicherer einen ersten Abschlag verlangen. Die Höhe hängt von der mindestens zu erwartenden Leistung ab.

Streit über Schadenshöhe? Gerichts- oder Sachverständigenverfahren hilft weiter

Sind sich Versicherter und Hausrat- beziehungsweise Wohngebäudeversicherer bezüglich der Schadenshöhe uneinig, besteht die Möglichkeit, die Angelegenheit vor Gericht zu klären. Alternativ dazu kann ein Sachverständigenverfahren beantragt werden. Allerdings ist das Ergebnis eines solchen Verfahrens bindend ─ sprich: der Gang vor Gericht ist danach nicht mehr möglich.

Die Frage, ob ein beschädigter Gegenstand neu angeschafft werden muss oder noch repariert werden kann, führt mitunter ebenfalls zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsanbieter. Das letzte Wort hat in diesem Fall ein entsprechendes Experten-Gutachten.

Versicherung zahlt auch bei Eigenreparatur

Auch wer bei der Reparatur selbst Hand anlegen möchte, bekommt einen finanziellen Ausgleich von der Assekuranz. Jedoch ist hierbei oft strittig, ob die Mehrwertsteuer ebenfalls erstattet wird. Eigenleistungen sollten Verbraucher daher sicherheitshalber dokumentieren.

Standardmäßig sind im Übrigen auch Kosten, die für das Auf- und Wegräumen beschädigter Dinge anfallen, von der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgedeckt.

Günstigere Beiträge dank Anbieterwechsel möglich

Nach einem regulierten Schaden machen manche Versicherungsgesellschaften von ihrem Recht auf eine Prämienerhöhung Gebrauch. In diesem Fall können Versicherte ihr Sonderkündigungsrecht nutzen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

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Damit die Hausratversicherung auch bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Lawinen oder Erdbeben für den Schaden aufkommt, sollten Sie eine zusätzliche Elementarversicherung in den Versicherungsumfang Ihrer Police integrieren.

(kro)

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