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Hausrat- und Wohngebäudeversicherung kommen für Schäden durch Sturmtief Xynthia auf

02.03.2010 - 22:30

Das Sturmtief Xynthia hat am vergangenen Sonntag und in der Nacht zu Montag europaweit eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Für entstandene Schäden an Gebäuden und der Einrichtung kommen Wohngebäude- und Hausratversicherungen auf.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rät allen Betroffenen, sich schnellstmöglich mit ihrem Versicherer in Verbindung zu setzen und die entstandenen Zerstörungen zu melden. „Die meisten Schäden an Häusern und Autos sind in der Regel versichert, denn ab Windstärke acht kommen die Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherung für Schäden auf“, erklärt der GDV.

Xynthia wütete über Deutschland

Windstärke acht entspricht einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 km/h. Xynthia erreichte in der Spitze Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h. Besonders in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wurden Dächer abgedeckt und Fahrzeuge sowie Gebäude von umstürzenden Bäumen beschädigt. Zeitweise kam es zur Sperrung von Autobahnabschnitten sowie der Einstellung des Zug- und Flugverkehrs. Sogar sieben Todesopfer forderte der Sturm in Deutschland.

Hausrat- und Wohngebäudeversicherung

Für Sturmschäden an der Wohnungseinrichtung kommt die Hausratversicherung der Betroffenen auf. Auch Folgeschäden, die beispielsweise nach einer Dachabdeckung am Hausrat auftreten können, sind mitversichert. Zum Hausrat zählen alle beweglichen Gegenstände, Möbel, technische Geräte, Kleidung sowie Wertsachen.

Eine Wohngebäudeversicherung hilft bei Schäden am Haus, die im Zuge des Sturmtiefs durch umgefallene Bäume oder lose Dachziegel entstanden sind. Hat der Sturm das Dach abgedeckt oder Fensterscheiben eingedrückt, sind auch Folgeschäden durch Niederschläge versichert. Der Versicherungsschutz besteht für das Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände (z.B. einer Einbauküche).

Neben Sturmschäden decken beide Versicherungen auch Schäden ab, die durch Feuer, Leitungswasser und Hagel entstanden sind.

Das Ausmaß der Verwüstung

Die Versicherungskammer Bayern (VKB) gab eine erste Einschätzung über das Ausmaß der Verwüstung durch Xynthia ab. Laut Thomas Bundschuh, stellvertretender VKB-Pressesprecher, rechnet die Versicherungskammer mit rund 20.000 Schadenereignissen und einer Schadensumme von rund 15 Millionen Euro.

Die meisten anderen Schadenversicherer halten sich mit einer Prognose noch zurück. Bernd Engelien, Pressesprecher der Zurich, geht jedoch davon aus, dass die Schadenbelastung nach derzeitigem Anschein nicht so stark wie seinerzeit bei Kyrill gewesen ist. Kyrill hatte im Januar 2007 für eine Schadenbelastung von etwa 2,4 Milliarden Euro gesorgt.

(kb)

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