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GDV-Statistik: Blitz- und Überspannungsschäden sind teurer geworden

28.06.2013 - 08:00

Der Sommer ist die Jahreszeit  von Biergärten, Seen, Grillen, Sport im Freien und Frei- und Sonnenbäder - doch nicht nur. Es ist auch die Zeit der Wärme- beziehungsweise Konvektionsgewitter. An überhitzten Sommertagen sorgen solche Gewitter manchmal für eine willkommene Abkühlung – wenn man es sich nicht gerade auf einer Picknickdecke am See oder im Biergarten gemütlich gemacht hat. Wenn man schnell Zuflucht unter einem Dach findet, beläuft sich der Schaden meist nur auf nasse Kleidung.  Wird das Unwetter hingegen von Blitzen begleitet, kann es schnell großen Schaden anrichten. Dies zeigt auch einmal mehr die Blitz-Bilanz 2012 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Laut der aktuellen GDV-Statistik ereigneten sich im Jahr 2012 rund 410.000 Überspannungs- und Blitzschäden. Die Kosten der Gebäude- und Hausratversicherungen beliefen sich auf circa 330 Millionen Euro. Obwohl es im vorangegangen Jahr etwa 30.000 Schäden weniger gab, blieben die Schadenskosten konstant. Im Jahr 2006 kosteten 550.000 Schäden sogar „nur“ zehn Millionen Euro mehr – wie ist das möglich?

Bei der Analyse der Schadensfälle wird deutlich, dass Gewitter immer teurere Einzelschäden verursachen. Heutzutage befinden sich in vielen deutschen Haushalten hochwertige elektronische Geräte, die durch einen Überspannungsschaden einen Defekt erleiden. Laut GDV hat jedoch auch die Häufigkeit der Gewitter dazu geführt, dass innerhalb der letzten sechs Jahre die Schadenskosten für einen durchschnittlichen Blitz- und Überspannungsschaden um 30 Prozent gestiegen sind.

Schutz gegen Überspannungs- und Blitzschäden

Blitz- und Überspannungsschäden treten zu bestimmten Jahreszeiten vermehrt auf – daher auch die Begriffe Winter- und Sommergewitter. Eine Langzeitbetrachtung zeigt allerdings, dass die Anzahl der Blitze in den Monaten Juni und Juli zugenommen hat. Im Sommer haben Blitze also Hochsaison. Jedoch gibt es bei diesen Schadensarten nicht nur saisonale, sondern auch regionale Unterschiede. Hierfür formuliert der GDV folgende Faustformel: Verfügt eine Stadt über ein weitverzweigtes Leitungsnetz, kommt es dort deutlich seltener zu einem Überspannungsschaden als auf dem Land. Aus dieser Formel sollten Städter jedoch nicht schließen, dass für sie keine Gefahr besteht und kein Schutz notwendig ist.

Sicherlich wäre es übertrieben, wenn nun jeder Stadtbürger auf das Dach seines Hauses klettert, um dort einen Blitzableiter anzubringen. Diese Präventivmaßnahme bleibt überwiegend Landbewohnern vorbehalten. Außerdem schützt eine solche Erdung vielleicht das Gebäude vor Blitzschäden, jedoch nicht die teuren Elektrogeräte vor Überspannungsschäden. Letztlich bieten weder ein Blitzableiter noch eine Überspannungsteckdose einen hinreichenden Schutz vor diesen Schadensarten. Um sich finanziell zu schützen, benötigt man eine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung.

Haus und Hausrat richtig versichern

Wer sich gegen finanzielle Folgen absichern möchte, die sein Haus und alle dazugehörigen Gebäude (zum Beispiel Garagen) infolge eines Blitzschadens erleiden, sollte eine Gebäudeversicherung abschließen. Mit dieser Police können alle mit dem Gebäude fest verbundenen Teile (zum Beispiel Dach und Mauerwerk) gegen Blitz-, Feuer-, Leitungswasser-, Frost-, Explosions- und Implosionsschäden versichert werden. Zudem sind meist auch Schäden, die durch den An- und Aufprall von Flugzeugteilen entstehen, mitversichert. Einen Schutz gegen diverse Naturgewalten bietet eine Elementarversicherung.

Wer seinen im Haus oder der Wohnung befindlichen Hausrat, wie zum Beispiel den teuren PC oder Fernseher versichern möchte, benötigt hierfür eine Hausratversicherung. Der Versicherungsschutz umfasst in der Regel Vandalismus, Einbrüche, Diebstahl, Explosions-, Sturm-, Hagel-, Leitungswasser- und Brandschäden. Blitz- beziehungsweise Überspannungsschäden gehören bei manchen Versicherern zum Standard, bei einigen können sie gegen einen geringen Aufschlag mitversichert werden. Zudem lässt sich diese Versicherungspolice mit einer Elementar- oder Glasversicherung kombinieren.

(mtr)

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