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Elektrofahrräder richtig versichern

21.02.2014 - 17:42

Elektrofahrräder - auch E-Bikes, E-Räder und Pedelecs genannt - erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 420.000 motorisierte Fahrräder verkauft. Für dieses Jahr rechnet die Fahrradindustrie erneut mit steigenden Verkaufszahlen. E-Räder haben im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern zwei große Vorteile: Indem der Elektromotor die Pedalbewegung des Radlers unterstützt, lassen sich große Strecken mit einem weitaus geringeren körperlichen Aufwand zurücklegen. Die Erweiterung des Aktionsradius und die körperliche Entlastung ermöglichen Menschen, die noch nicht ganz so fit oder altersbedingt weniger leistungsfähig sind, ein gemütliches Radeln oder gar größere Fahrradtouren. Jedoch sollte der richtige Versicherungsschutz nicht fehlen.

Motorisiertes Fahrradfahren ist auch für Personen, die mit dem Rad in die Arbeit fahren wollen, sehr praktisch - denn sie geraten viel weniger ins Schwitzen. Gleiches gilt für Radfreunde, die in Ortschaften wohnen, die ein wenig hügelig sind. Doch Viele stellen sich die Frage: Warum sich nicht gleich ein Mofa oder Moped zulegen und worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Kleinkrafträdern und den ganzen verschiedenen E-Fahrrädern? Ein gutes Elektrofahrrad kostet durchschnittlich etwa 2.000 Euro. Bei den Anschaffungskosten besteht also kaum ein Unterschied, anders sieht es jedoch bei den Haltungskosten und der Umweltbilanz aus. Die Öko-Bilanz eines E-Bikes fällt im Vergleich zu einem Rad mit Verbrennungsmotor sehr viel besser aus. Bei den Haltungskosten muss jedoch bei den Elektrofahrrädern differenziert werden.

Fahrräder, bei dem das Pedalieren des Fahrers durch einen Elektromotor mit maximal 250 Watt unterstützt wird, werden meist als Pedelecs bezeichnet. Für diese Fahrräder mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h gelten die gleichen Vorschriften wie für konventionelle Fahrräder. Das heißt, für sie ist keine spezielle Zulassung nötig und sie unterliegen auch keiner Helm- oder Versicherungspflicht – anders als die sogenannten S-Pedelecs. Diese leistungsstärkeren E-Bikes sind mit Motoren von bis zu 500 Watt ausgestattet. Da hier der Motor nicht automatisch bei 25 km/h abschaltet, gelten S-Pedelecs als Leicht- oder Kleinkrafträder, für die eine entsprechende Zulassung, Motorradversicherung und Fahrerlaubnis benötigt werden. Dennoch schneidet das S-Pedelec bei einem Vergleich von Strom- und Benzinkosten weitaus besser ab.

Haftpflicht- und Hausratversicherungen für E-Bikes

Jeder, der weiterhin Radwege benutzen möchte, muss zu einem Pedelec greifen. Wem das nicht wichtig ist und wer es gerne ein wenig schneller mag, kann sich getrost ein S-Pedelec zulegen – vorausgesetzt, er verfügt über den passenden Führerschein. Er kommt jedoch bei diesem nicht darum herum, für sein E-Bike eine leistungsgemäße Kraftfahrzeugversicherung abzuschließen. Jedoch sollten alle Besitzer eines E-Fahrrads, den Versicherungsschutz nicht unterschätzen. Gerade im Straßenverkehr lauern viele Gefahren, gegen die man sich schützen sollte – nicht nur mit einem Helm und entsprechender Kleidung.

Mindestens eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder E-Bike-Fahrer abgeschlossen haben. Damit sichern sich Versicherungsnehmer gegen Vermögens-, Sach- und Personenschäden in Millionenhöhe ab. Kommt es im Zuge eines Verkehrsunfalls zu Rechtsstreitigkeiten, ist es hilfreich, über eine Rechtsschutzversicherung zu verfügen. Diese übernimmt im Versicherungsfall sämtliche Prozesskosten bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Vor dem Hintergrund, dass Pedelecs viel Geld kosten und eine lukrative Beute für Diebe darstellen, empfiehlt sich der Abschluss einer Hausratversicherung inklusive Fahrradversicherung. Damit ist das teure Gefährt gegen Schäden und Diebstahl geschützt – eine spezielle Diebstahlversicherung wird somit unnötig.

Tipp: Bei vielen Hausratversicherern können auch S-Pedelecs versichert werden. In diesem Fall sollten Sie sich im Zuge unseres Versicherungsvergleichs über die Möglichkeit eines Versicherungsschutzes kostenlos und unverbindlich informieren. Zudem sollte sich jeder, der motorisiert unterwegs ist, auch über eine private Unfallversicherung Gedanken machen. Denn der berufliche Unfallschutz ist während der Freizeit nicht wirksam.

(mtr)

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