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Privathaftpflicht: Schadenfälle zu Halloween

29.10.2010 - 21:53

Halloween steht vor der Tür. Die amerikanische Tradition findet auch hierzulande immer mehr Anhänger. In unheimlicher Verkleidung ziehen die Kinder von Haus zu Haus und verlangen Süßigkeiten. Gehen sie leer aus, drohen sie den Hausbesitzern Streiche an. Doch enden diese Streiche oft mit Sachschäden und werden vom gruseligen Spaß schnell zum nüchternen Versicherungsfall.

Beschädigt man das Eigentum Dritter oder behindert man den Verkehr, können Schadenersatzanspräche auf einen zukommen. Dies gilt auch in einer Nacht wie Halloween, in der Streiche erlaubt sind. Hier kommt es besonders darauf an, wann Eltern für die Schäden haften, die ihre Kinder verschuldet haben.

Ist das Kind jünger als sieben Jahre, so gilt es als deliktunfähig und haftet generell nicht für Schäden, die es angerichtet hat. Bis zu einem Alter von zehn Jahren sind Kinder auch bei Verkehrsunfällen offiziell deliktunfähig. Nur wenn Erziehungsberechtigte ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, können sie in diesem Fall zur Verantwortung gezogen werden. Trifft dies nicht zu, greift auch die private Haftpflichtversicherung nicht. Der Geschädigte bleibt also auf seinen Kosten sitzen.

Viele Eltern wollen sich jedoch das gute Verhältnis zu den Nachbarn nicht verderben. Deshalb begleichen sie auch dann durch ihre Kinder verursachte Schäden, wenn sie gesetzlich eigentlich nicht dazu verpflichtet sind. Für diese Eventualitäten bieten viele Versicherer spezielle Policen an.

(tei)

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