0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Silvester: Lasst es krachen - aber richtig!

29.12.2012 - 10:00

Jedes Jahr läuten die Bürger in Deutschland das neue Jahr mit großen Mengen Sekt, Raketen, Böllern und sonstigen Feuerwerkskörpern ein. Die Kombination aus ausgelassener Feierlaune, Alkohol und Silvesterkrachern ist jedoch oftmals eine im wahrsten Sinne des Wortes explosive Mischung. Beim Jahreswechsel häufen sich stets Sach- und Personenschäden. So beginnt für viele das neue Jahr mit einer schmerzhaften Erfahrung – einer Verletzung oder einer Schadenersatzforderung. An Silvester sollte man sich an eine Weisheit halten, die man als Kinder ständig zu hören bekam: Mit Feuer spielt man nicht.

Viele Schäden wären vermeidbar, wenn sich Hobbypyrotechniker mit dem Alkohol zurückhalten und vorab mit der Gebrauchsanweisung ihrer Feuerwerkskörper vertraut machen würden. Doch nicht nur das Wie, sondern auch das Wo spielt beim Abfeuern von Silvesterraketen und Knallern eine wichtige Rolle – vor allem, wenn es um die Haftpflicht geht. Diverse Brand- und Lärmschutzverordnungen schreiben genau vor, wann und wo ein Feuerwerk in Deutschland erlaubt beziehungsweise verboten ist. Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, handelt nicht nur rücksichtslos gegenüber seinen Mitmenschen, sondern riskiert auch den Versicherungsschutz der privaten Haftpflichtversicherung.

Ordnungsgemäßes Silvesterfeuerwerk und privater Haftpflichtschutz

Private Haftpflichtversicherungen decken prinzipiell nur Drittschäden ab. Wenn der Versicherte jedoch vorsätzlich einen Schaden verursacht hat, übernimmt die Assekuranz keinerlei Kosten. Bei Fahrlässigkeit wird unterschieden zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit. Private Haftpflichtversicherungen übernehmen in der Regel auch die Schadenskosten, wenn eine einfache Fahrlässigkeit vorliegt. Wurde ein Schaden grob fahrlässig herbeigeführt, kann der Versicherer gemäß §81 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) seine Leistung kürzen. Die Leistungskürzung hängt von der Schwere des Verschuldens durch den Versicherungsnehmer ab.

Beispiel: Laut dem Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe (SprenG) sind Knallerei und Feuerwerke prinzipiell ganzjährig verboten beziehungsweise nur am 31. Dezember und am 1. Januar sowie zu ganz bestimmten Anlassen erlaubt. In der ersten Verordnung des Sprengstoffgesetzes sind Orte aufgeführt, in deren näheren Umkreis Feuerwerke nicht gestattet sind. Hierzu gehören beispielsweise Kirchen, Kinder- und Altenheime, Kranken-, Reet- und Fachwerkhäuser. Wer nun meint, am 2. Januar in der Nähe einer Kirche seine restlichen Raketen abfeuern zu müssen und dabei einen Schaden verursacht, verstößt gegen das SprenG und muss um seinen Haftpflichtschutz bangen.

Im genannten Fallbeispiel handelt die Person zwar nicht vorsätzlich, jedoch fahrlässig. Der Grat zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit ist meistens sehr schmal. Der Schadensverursacher könnte argumentieren, dass er von den Verboten nichts wusste. Die Versicherung wiederum wird sich wohl auf den gesunden Menschenverstand berufen und anführen, dass jedem klar sein sollte, dass man nach Neujahr als Privatperson keine Feuerwerksraketen steigen lassen darf. Hinzu kommt: Unwissenheit schützt in Deutschland nicht vor Strafe – sie kann jedoch zu einer Strafmilderung führen. Daher wird die Versicherung – gemäß diesem Prinzip und §81 VVG – den Verursacher an den Kosten beteiligen. Bei einem schweren Sach- und Personenschaden kann dies für den Versicherungsnehmer den finanziellen Ruin bedeuten. Noch schlimmer ist es, wenn er über keine Privathaftpflicht verfügt.

Privathaftpflicht bietet Schutz gegen Personen-, Vermögens- und Sachschäden

Bei der Suche nach einer passenden Haftpflichtversicherung leistet Ihnen unser Haftpflichtversicherung Rechner beste Dienste. Er ermöglicht es Ihnen, den Haftpflichtschutz auf Ihre individuelle Lebenssituation zuzuschneiden und verschiedene Tarifangebote übersichtlich miteinander zu vergleichen. Bei Haftpflichtversicherungen gibt es keine Wartezeit. Das heißt, der Versicherungsschutz ist unmittelbar nach Vertragsabschluss wirksam. Warten Sie nicht länger und nutzen Sie kostenlos und unverbindlich den CHECK24 Haftpflichtversicherung Vergleich.

(mt)

Weitere Artikel: