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Internationaler Freundschaftstag: Wer haftet bei Gefälligkeitsschäden?

30.07.2014 - 18:00

Jedes Jahr am 30. Juli wird der Internationale Tag der Freundschaft zelebriert. Die Idee, einen Tag zur Feier der Freundschaft zu etablieren, entstand bereits Ende der 50er Jahre in Uruguay. Der heute weltweit gefeierte Tag wurde 2011 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Dabei soll nicht nur der Wichtigkeit der Freundschaft zwischen Personen, sondern auch der freundschaftlichen Beziehungen zwischen einzelnen Kulturen und Ländern gedacht werden. Für Freunde ist es nicht nur heute, sondern an jedem Tag selbstverständlich, einander zu helfen. Doch wer haftet eigentlich, wenn dabei ein Schaden entsteht?

Eine Sekunde der Unachtsamkeit reicht oft aus und schon ist der Schaden groß: Sie gießen in Nachbars Abwesenheit seine Blumen und versehentlich seinen Laptop gleich mit. Sie helfen einem guten Freund beim Umzug und lassen den neuen Flachbildschirmfernseher fallen oder machen beim Aufbau Teile des Kleiderschrankes kaputt. Halb so wild, denken Sie sich dann vielleicht, dafür hab ich doch eine Privathaftpflicht.

Keine gesetzliche Haftungspflicht für Gefälligkeitsschäden

Hilfe unter Freunden ist Ehrensache.
Doch diese Zuversicht ist trügerisch! Denn für Schäden, die im Zuge reiner Gefälligkeitshandlungen entstehen, besteht keine gesetzliche Haftungspflicht. Der Gesetzgeber spricht hierbei von einem sogenannten stillschweigenden Haftungsausschluss.

 

Das bedeutet folglich: Wenn der Schadensverursacher nicht für den entstandenen Schaden haften muss, muss es seine Haftpflichtversicherung auch nicht. Wenig überraschend ist daher, dass typische Gefälligkeitsschäden bei günstigen Basistarifen oft nicht zum Leistungsumfang gehören.

Da viele Menschen jedoch aus moralischen Beweggründen Schadensersatz leisten möchten, begleichen sie den Schaden notfalls aus eigener Tasche. Schließlich soll die Freundschaft nicht unter dem Vorfall leiden.

Tipp: Bevor Sie Bekannten, Freunden oder Verwandten Ihre Hilfe zusagen, sollten Sie prüfen, ob in Ihrer Privathaftpflichtversicherung auch Gefälligkeitsschäden abgedeckt sind. Gegebenenfalls kann der Vertrag auch entsprechend erweitert werden. Alternativ dazu können Sie – unter Einhaltung der Kündigungsfrist – in einen leistungsstärkeren Tarif wechseln.

(kro)

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