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Haftpflichtversicherung: Freundschaftshilfe oft nicht abgedeckt

13.09.2010 - 15:47

Wer einem Freund bei dessen Umzug unter die Arme greift, sollte Vorsicht walten lassen. Denn viele Haftpflichtversicherungen kommen nicht für Gefälligkeitsschäden auf. Daher empfiehlt sich ein Schutz, der dieses Szenario mit abdeckt.

Viele Menschen lassen sich bei ihrem Umzug von Freunden und Verwandten helfen. So halten sich die Kosten in Grenzen und in der Regel kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Sollte jedoch der große Flachbildfernseher oder die neue Stereo-Anlage versehentlich die Treppe hinab stürzen, ist der Spaß schnell vorbei. Denn in vielen Fällen ersetzt die private Haftpflichtversicherung den Schaden nicht.

Eine private Haftpflichtversicherung reguliert Schäden, die der Versicherte Dritten zugefügt hat. Jedoch ist die Rechtslage bei Gefälligkeitshandlungen, wie ein Freundschaftsdienst während des Umzuges, äußerst unklar. Denn häufig haftet der Versicherte gar nicht, wenn er im Zuge eines Umzuges oder einer Renovierung jemandem mit seiner Unterstützung einen Gefallen erweist. Daher ist auch die Haftpflichtversicherung in solchen Fällen nicht verpflichtet, für den Schaden aufzukommen.

Um einem Bruch in der Freundschaft vorzubeugen, zahlen viele Helfer etwaige Schäden aus der eigenen Tasche, obwohl sie eigentlich durch eine Haftpflichtversicherung geschützt sind. Daher empfiehlt es sich, eine Haftpflichtversicherung zu wählen, die auch Gefälligkeitsschäden bis zur vollen Höhe der Versicherungssumme übernimmt. So kann sich der Versicherte sicher sein, dass seine Assekuranz im Fall der Fälle auch zahlt. Vorsicht sollte man beim Umzug trotzdem walten lassen, denn die Haftpflichtversicherung ersetzt immer nur den Zeitwert und nicht den Neuwert von Gegenständen, wie etwa die Hausratversicherung.

(tei)

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