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Wucherzinsen: Bei der Wahl des Girokontos an den Dispokredit denken

21.08.2013 - 17:14

Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen bereits Anfang Mai auf ein historisches Tief gesenkt hat, bleiben die Dispozinsen bei den meisten Banken weiter unverändert hoch. Sowohl von Kundenseite als auch vom Verbraucherschutz wird dies zu Recht stark kritisiert. Schließlich können sich Geldhäuser selbst zu einem Zinssatz von lediglich 0,5 Prozent mit Kapital versorgen. Dass ein großer Teil der Institute vermutlich auch zukünftig nicht plant, die günstigen Konditionen an die Kunden weiterzugeben, zeigt eine jüngst von der Stiftung Warentest veröffentlichte Studie.

Im Rahmen der Erhebung verglichen die Verbraucherschützer die Dispozinsen von 1.538 Kreditinstituten. Das Ergebnis: Im Schnitt liegen diese noch immer bei 11,31 Prozent. Deutlich zu hoch, kritisiert die Stiftung Warentest. Angesichts der aktuellen Marktzinsen sollten die Dispozinsen in jedem Fall unter zehn Prozent betragen. Insgesamt 119 der Banken verlangen jedoch sogar über 13 Prozent Zinsen auf den Dispokredit. Insbesondere in ländlichen Gegenden scheinen die Institute ihre Vormachtstellung häufig auszunutzen, die sie angesichts des geringen Bankenangebots oft innehalten.

Die Bundesregierung will die Dispozinsen nicht gesetzlich deckeln

Eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen, wie sie von vielen Verbraucherschützern gefordert wird, lehnt die Bundesregierung jedoch ab. Auf eine schriftliche Anfrage der Grünen teilte sie letzte Woche mit, dass Zinsvereinbarungen grundsätzlich in den Bereich der Privatautonomie gehörten. Gleichzeitig gab die schwarz-gelbe Regierung den Verbrauchen einen besonders guten Ratschlag mit auf den Weg: Wer mit den Dispozinsen seiner Bank unzufrieden sei, müsse eben selbst aktiv werden und im Zweifelsfall die Bank wechseln.

Und damit haben die Regierenden völlig Recht. Bei der Wahl des Girokontos sollten Verbraucher in jedem Fall die Dispozinsen mit in ihre Entscheidung einbeziehen und sich nicht mit schlechten Konditionen abspeisen lassen. Die Banken machen es Kunden allerdings oft schwer, sich für das günstigste Angebot zu entscheiden. Im Zuge der Erhebung der Stiftung Warentest wollten über zwei Drittel der Institute keine telefonische Auskunft über die Höhe ihrer Dispozinsen erteilen. Ein großer Teil der verweigernden Institute informierte Verbraucher auch im Internet nicht über die Zinshöhe. Bei 26 Geldhäusern konnten die Tester die Konditionen für den Dispokredit sogar gar nicht in Erfahrung bringen – hier fanden sie nicht einmal einen Aushang in der Filiale.

Im Girokonto Vergleich die Dispozinsen der Institute vergleichen

Die einfachste Möglichkeit für Verbraucher, die Dispozinsen der Banken zu vergleichen, ist der Girokonto Vergleich von CHECK24. Hier werden Kunden bereits auf der Übersichtsseite über die Zinsen für den Dispokredit informiert. Zudem kann das Vergleichsergebnis nach der Höhe der Dispozinsen sortiert werden. Gleichzeitig können Verbraucher viele weitere Faktoren – wie beispielsweise Kontoführungsgebühren, Bargeldverfügung oder die zugehörige Kreditkarte – in ihre Entscheidung für ein Girokonto mit einbeziehen und somit ganz leicht das passende Produkt ausfindig machen.

(fr)

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