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V PAY im Ausland: Bei diesen Ländern streikt die Girocard

04.08.2014 - 14:00

Bei immer mehr Banken erhalten Verbraucher anstatt einer Maestro-Girocard eine V PAY-Karte. Die Umstellung begründen die Institute mit der erhöhten Sicherheit des neueren Bezahlsystems. Im Sommerurlaub ist allerdings Vorsicht geboten – denn außerhalb der Europäischen Union kann es vorkommen, dass die V PAY-Karte streikt.

V PAY und Maestro sind Bezahlsysteme, denen sich Banken anschließen können. Entschließt sich ein Geldhaus zur Zusammenarbeit mit einem der beiden Anbieter, stattet es seine Girocards (ehemals EC-Karten) mit dessen Technologie aus.

Während Maestro bis vor einigen Jahren Standard war, finden heute immer mehr Kunden das V PAY-Logo auf ihrer Girocard. Der Grund: V PAY wird von den Banken minimal sicherer eingestuft, da hier die neue EMV-Chiptechnologie zum Einsatz kommt. Konkret bedeutet das, dass bei V PAY-Zahlungen immer eine PIN eingegeben muss – denn Kartendaten können ausschließlich aus dem eingebauten Chip ausgelesen werden.

Die Maestro-Girocard ist flexibler beim Auslandseinsatz

Innerhalb Europas sind Zahlungen mit jeder Girocard problemlos möglich.
Anders sieht es bei Maestro-Karten aus: Sie funktionieren auch über den an der Karte angebrachten Magnetstreifen. Bei Kartenzahlungen wird deshalb entweder nach der PIN oder auch nach einer Unterschrift auf dem Kassenbeleg gefragt.

Beim sogenannten „Skimming“ können Kriminelle allerdings über den Magnetstreifen Kartendaten auslesen – beispielsweise über Aufsätze am Geldautomaten. Um Schäden in Folge von Betrug vorzubeugen, setzen deshalb immer mehr Banken auf V PAY.

Der Nachteil: Beim Auslandseinsatz sind V PAY-Girocards unflexibler als Karten mit Maestro-Technologie. Denn der EMV-Chip kann im außereuropäischen Ausland oftmals nicht gelesen werden. Das hat zur Folge, dass bargeldlose Zahlungen oder Bargeldabhebungen am Automaten nicht möglich sind.

V PAY: In diesen Urlaubsländern ist die Karte nutzlos

In der Regel funktioniert die V PAY-Girocard in Ländern wie den USA, Thailand, Brasilien, Mexiko, Marokko, Tunesien, der Ukraine oder Russland nicht. Bankkunden erleben dementsprechend am Geldautomaten oder im Einzelhandel immer wieder böse Überraschungen, wenn sie auf Reisen Bargeld abheben oder bezahlen möchten.

Außerhalb Europas müssen Bankkunden folglich auf andere Zahlungsmittel zurückgreifen. Die einfachste Möglichkeit ist dabei natürlich die Kreditkarte, die mittlerweile oft standardmäßig zum Girokonto herausgegeben wird. Auch Reiseschecks werden nach wie vor an vielen Stellen akzeptiert, obwohl sie inzwischen selten geworden sind. Keine gute Alternative ist es dagegen, sich vor dem Urlaub mit großen Mengen Bargeld einzudecken – denn gerade auf Reisen ist das Verlust- beziehungsweise Diebstahlrisiko besonders hoch.

(fr)

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