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Unzufrieden mit dem Girokonto? So einfach ist ein Wechsel

23.08.2013 - 18:00

Überhöhte Dispozinsen, Kontoführungsgebühren, lästige Automatensuche und teure Bargeldabhebung im Ausland – deutsche Verbraucher haben an ihren Girokonten einiges auszusetzen. Doch obwohl es auf dem Markt deutlich bessere Angebote gibt, scheuen viele Bankkunden einen Wechsel. Einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid zufolge hat lediglich jeder Fünfte bereits aus Unzufriedenheit das Girokonto gewechselt. Ein Großteil der Umfrageteilnehmer gab an, dass ihnen ein Wechsel mit zu viel Aufwand verbunden sei.

Diese Meinung hält sich hartnäckig. Doch wer den Wechsel einmal vollzogen hat, wird sehen, dass es sich weder um einen langwierigen noch um einen besonders aufwendigen Prozess handelt. Wichtig ist nur, dass Verbraucher Schritt für Schritt an den Girokontowechsel herangehen.

Das richtige Girokonto ist schnell gefunden

Dabei gilt es zunächst, den geeigneten Anbieter ausfindig zu machen. Am einfachsten gelingt dies mit dem Girokonto Vergleich von CHECK24. Hier finden Verbraucher genau das, was sie wirklich wollen. So kann das Suchergebnis beispielsweise auf Banken eingeschränkt werden, die keine Kontoführungsgebühren verlangen. Auch die konkrete Suche nach einem Angebot mit kostenloser Kreditkarte ist möglich.

Auf der Übersichtsseite und in den Produktdetails können sich Verbraucher ausgiebig über die Gebühren und Konditionen der einzelnen Girokonten informieren. Zudem werden besondere Highlights – wie beispielsweise eine weltweit kostenlose Bargeldabhebung oder eine Sondergutschrift für Neukunden – hervorgehoben.

Die Kontoeröffnung erfolgt mithilfe des PostIdent-Verfahrens

Wenn das optimale Girokonto ausfindig gemacht wurde, ist es Zeit für den Wechsel. Dieser ist mit keinerlei Kosten verbunden und gestaltet sich in der Regel äußerst unkompliziert. Nachdem der Verbraucher das Konto beantragt hat, erhält er von der Bank die Antragsunterlagen sowie einen PostIdent-Coupon für das PostIdent-Verfahren.

Die ausgefüllten und unterschriebenen Unterlagen müssen gemeinsam mit dem Coupon zu einer beliebigen Poststelle gebracht werden. Dort prüft ein Mitarbeiter anhand eines Personalausweises oder eines Reisepasses die Identität des Kunden. Anschließend schickt er sämtliche Unterlagen an die Bank zurück. Für den Neukunden ist das PostIdent-Verfahren komplett gebührenfrei.

Die Eröffnungsunterlagen werden separat verschickt

Innerhalb der nächsten Tage erhält der Kunde von der Bank sämtliche Unterlagen, die er für die Kontoeröffnung benötigt, sowie seine neue Girocard und gegebenenfalls eine Kreditkarte. Je nachdem, welches TAN-System das Institut verwendet, bekommt er auch einen TAN-Bogen oder einen elektronischen TAN-Generator. Die Unterlagen werden von den Banken getrennt verschickt. Auf diese Weise kann kein Schaden entstehen, wenn sie einmal unbeabsichtigt in fremde Hände geraten sollten.

Die Zahlungspartner über den Kontowechsel informieren

Der Bankkunde muss nun alle seine Zahlungspartner über den Kontowechsel informieren. Dafür sollte anhand der Kontoauszüge der letzten Monate eine Liste erstellt werden, die sämtliche Einzugsberechtigte sowie zahlungspflichtige Personen und Firmen enthält. Zu Ersteren gehören beispielsweise der Vermieter, Energielieferanten, Telefon- und Internetanbieter, Vereine, Verkehrsbetriebe, Versicherungen, Kreditgeber oder Unterhaltsberechtigte. Letztere können unter anderem der Arbeitgeber, die Rentenstelle, das BAföG-Amt, die Familienkasse oder Unterhaltspflichtige sein.

Einige Banken bieten neuen Kunden auch einen Kontowechselservice an. In diesem Rahmen kann der Neukunde sämtliche Zahlungspartner in ein Formular eintragen. Bei größeren Unternehmen ermittelt das Institut eigenständig die Kontaktdaten – bei anderen müssen diese vom Kunden selbst eingegeben werden. Die Bank informiert dann sämtliche Stellen, schreibt Daueraufträge um und veranlasst die Auflösung des neuen Kontos.

Es müssen keine Kündigungsfristen eingehalten werden

Kündigungsfristen gibt es beim Girokonto nicht, sodass das alte Konto jederzeit aufgelöst werden kann. Dennoch lohnt es sich, beide Konten für etwa drei Monate parallel nebeneinander laufen zu lassen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass kein Zahlungspartner vergessen wurde – was eventuell hohe Mahn- und Rückbuchungsgebühren zur Folge haben könnte. Die Kündigung kann dann formlos per Brief beim Institut erfolgen. Oftmals werden auch Fax oder E-Mail akzeptiert.

(fr)

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