0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Umfrage zum Weltspartag: Was Verbraucher von ihrer Geldanlage erwarten

30.10.2014 - 08:00

Pünktlich zum heutigen Weltspartag haben wir unsere Leser zu ihrer Geldanlage befragt. Das Ergebnis: Ein vertrauenswürdiger Anbieter und Sicherheit sind Sparern bei der Geldanlage am wichtigsten. Erstaunlich viele lagern ihr Erspartes auf dem Girokonto: Knapp 14 Prozent der Befragten etwa gaben an, zwischen 2.001 und 5.000 Euro auf dem Girokonto anzulegen - obwohl das Guthaben dort gar nicht oder nur sehr schlecht verzinst ist.

Rund sieben Prozent der Befragten legen sogar über 20.000 Euro auf dem Girokonto an, immerhin sechs Prozent zwischen 5.001 und 10.000 Euro*. Die Mehrheit - insgesamt 40 Prozent – spart zwischen 501 und 2.000 Euro auf dem Girokonto an. Diese Ergebnisse sind bemerkenswert, denn das Girokonto ist in der Regel gar nicht oder wenn überhaupt sehr schlecht verzinst.

Warum sich das Sparen auf dem Girokonto nicht lohnt

Der Grund, weshalb die Deutschen gerne auf dem Girokonto sparen, liegt auf der Hand: Die Menschen finden es wichtig, jederzeit auf ihr Geld zugreifen zu können.

Das beweist auch eine Statistik der Deutschen Bundesbank. Immer mehr Deutsche ziehen demnach ihr Kapital aus längerfristigen Termin- und Spareinlagen ab und parken es auf Girokonten und Tagesgeldkonten. Während das Sparen auf einem Tagesgeldkonto durchaus sinnvoll ist, sollten größere Geldbeträge nicht langfristig auf einem Girokonto geparkt werden.

Vergleicht man die Umfrageergebnisse bei CHECK24 im Bereich Girokonto mit jenen bei Tagesgeld, wird deutlich: Auf dem Tagesgeldkonto werden am häufigsten Beträge über 20.000 Euro angelegt. Das ist eine positive Nachricht, denn bei so hohen Beträgen können – je nach Tagesgeldkonto – pro Jahr schon ein paar hundert Euro an Zinsen zusammenkommen. Diese Zinserträge würden Sparern bei der Geldanlage auf einem Girokonto verloren gehen.

Bei der Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto müssen Sparer keine Kompromisse eingehen. Denn das Tagesgeldkonto bietet – genau wie das Girokonto – die Möglichkeit, jederzeit auf die Ersparnisse zugreifen zu können. Gleichzeitig ist das Geld dort wesentlich besser verzinst.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass sich Wechselfreudigkeit bei einem Tagesgeldkonto durchaus auszahlen kann. Eine im Oktober 2014 durchgeführte Studie von CHECK24 ergab, dass die Tagesgeld-Bestzinsen, die Kunden über CHECK24 erhielten, in 38 der 40 untersuchten Monaten über der Inflation lagen. Wer also Tagesgeldkonten vergleicht und – sofern ein anderes Konto bessere Zinsen bietet – auch vor einem Anbieterwechsel nicht zurückscheut, kann finanziell profitieren und auch in der aktuellen Niedrigzinsphase noch gute Erträge erwirtschaften. Negative Konsequenzen auf die persönlichen Finanzen müssen Verbraucher dabei nicht befürchten, denn bei einem Tagesgeldkonto bleibt die Schufa-Akte des Kunden unberührt.

Festgeld: Diese Kriterien sind Verbrauchern wichtig

Bei der Anlage auf dem Festgeldkonto gaben 24 Prozent der Befragten an, die Sicherheit der Geldanlage vor der Kontoeröffnung zu prüfen. Weitere 24 Prozent halten einen vertrauenswürdigen Anbieter für wichtig. Die Verfügbarkeit einer passenden Laufzeit sowie eine hohe Rendite waren für jeweils 18 Prozent wichtige Kriterien. 14 Prozent erklärten, dass sie Wert auf eine einfache Kontoeröffnung legen.

Anders als bei einem Tagesgeldkonto muss das Geld auf einem Festgeldkonto für eine bestimmte Laufzeit angelegt werden. Die möglichen Laufzeiten bewegen sich in der Regel zwischen drei und 60 Monaten. Eine vorzeitige Kündigung eines Festgeldkontos ist - von Krisenfällen abgesehen - nicht möglich. Nur in Ausnahmefällen zeigt sich die Bank kulant und Verbraucher können ihr Geld dann bereits vor Ende der gewählten Laufzeit abziehen. In aller Regel verfallen dann nicht nur alle bislang erwirtschafteten Zinserträge, zusätzlich können auch noch weitere Gebühren fällig werden.

Da die Laufzeit bei einem Festgeldkonto also im Vorhinein festgelegt werden und dann auch eingehalten werden muss, sollten nur jene Geldbeträge angelegt werden, die Sparer mittel- bis langfristig nicht benötigen. Beachten sollten Verbraucher dabei, etwa zwei Monatsgehälter jederzeit liquide zur Verfügung zu haben. Zu diesem Betrag raten auch Verbraucherschützer, denn ein finanzieller Puffer kann beispielsweise dann benötigt werden, wenn das Auto streikt oder die Waschmaschine plötzlich kaputt geht.

Unerwartete Anschaffungen können Verbraucher immer treffen. Wer seine gesamten Ersparnisse dann auf einem Festgeldkonto „eingefroren“ hat, müsste für die Deckung der Kosten einen Kredit aufnehmen. Das lässt sich vermeiden, indem ein entsprechender Teil der Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto vorgehalten wird. Dort werden die Erträge ebenfalls verzinst.

Ein Überblick über die aktuellen Top-Angebote

FestgeldTagesgeldGirokonto
Top-AngebotSberbankPSA DirektbankComdirect
Verzinsung2,20 %1,50 %0,00 %
Laufzeit36 MonateZinsgarantie bis 28.023.2014/
Prämie//150 € Gutschrift
Was wird angelegt?Geldbeträge, die mittel- und langfristig nicht benötigt werden.Ersparnisse, die verzinst werden sollen, auf die Verbraucher aber jederzeit flexibel zugreifen können.Aufgrund der niedrigen Verzinsung ist ein Sparen auf dem Girokonto nicht empfehlenswert. Funktion: alltäglicher Zahlungsverkehr.
*Datenquelle: Online-Befragung von 200 Webseiten-Besuchern bei CHECK24. Die so ermittelten Werte sind lediglich Zwischenergebnisse.

(bm)

Weitere Artikel: