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Deutsche tätigen ihre Bankgeschäfte verstärkt online - wie kann man dabei sparen?

25.01.2013 - 19:00

Der Trend beim deutschen Verbraucher geht immer stärker in Richtung Online-Banking, anstatt den täglichen Zahlungsverkehr über eine  Bankfiliale abzuwickeln. Bei Überweisungen oder Daueraufträgen übers Internet kann man nicht nur Geld verschieben, sondern auch sparen. Eine Studie der Stiftung Warentest gibt auch weiterhin grünes Licht fürs kostenlose Girokonto.

Das Girokonto ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, Transaktionen vom Girokonto online zu tätigen wird auch immer mehr Bestandteil des täglichen Lebens. Abends schnell ein paar Überweisungen tätigen, am Sonntag den Dauerauftrag fürs Taschengeld der Kinder einrichten – bequemer geht’s nicht. Durch Onlinebanking ist man nicht mehr abhängig von den Öffnungszeiten der Filialbank um die Ecke. Das kann gerade in ländlichen Gebieten und am Wochenende eine große Erleichterung sein.

Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist es sicher, dass gerade junge Menschen mit dem Internet aufgewachsen und vertraut sind. Online zu shoppen oder Reisen zu buchen gehört für sie zum Alltag. Deshalb liegt es für sie auch nahe, Bankgeschäfte online abzuwickeln. Auch immer mehr ältere Menschen werden zunehmend internetaffiner. Bedingt durch die eigenen Kinder oder den Arbeitsplatz geht das Misstrauen dieser Generation gegenüber dem Internet weiter zurück. Doch nicht nur die Bequemlichkeit der Kunden ist ein Grund, sich fürs Online-Banking zu entscheiden, hinzu kommen auch Kostenfaktoren, die es für Verbraucher lukrativ machen, die Bankgeschäfte ins Internet zu verlagern.

Wie man als Verbraucher beim Online-Banking sparen kann

Auch die Banken haben den Trend zum Online-Banking erkannt und buhlen in diesem Geschäftszweig immer mehr um die Gunst der Kunden. Für viele Banken lohnt es sich auf Grund des veränderten Verbraucherverhaltens nicht mehr, Bankfilialen zu unterhalten. Sogenannte Direktbanken schießen seit einigen Jahren wie Pilze aus dem Boden und bieten ihren Kunden überwiegend bessere Konditionen als Filialbanken.

Aufgrund der niedrigeren Ausgaben und der wegfallenden Beratung haben Direktbanken einen Kostenvorteil, der dem Bankkunden beispielsweise durch günstigere Dispozinsen und eine kostenlose Kontoführung zugutekommt. Viele Filialbanken verlangen immer noch Kontoführungs- und Bearbeitungsgebühren, die sich je nach Bank auf bis zu 100 Euro im Jahr belaufen können.

Auch bei der Eröffnung eines Girokontos bei einer Direktbank kommen auf den Verbraucher keine großen Hürden zu. Das Konto wird bequem übers Internet beantragt. Vertrag und Geschäftsbedingungen bekommt der Antragssteller bei Annahme als Download zur Verfügung gestellt. Die einzige „Anstrengung“ die auf den Verbraucher zukommt, ist es, sich mit den unterschriebenen Vertragsunterlagen und dem Personalausweis in eine nahe Poststelle zu begeben und sich durch den Postangestellten identifizieren zu lassen. Kurze Zeit später kann das Online-Banking bequem von zu Hause losgehen.

Diesen Trend dürfen aber auch die Filialbanken nicht gänzlich an sich vorüberziehen lassen und versuchen Ihre Kunden durch Ausweitung des Angebotes auf eigene Direktbanken nicht zu verlieren. Jede große deutsche Filialbank hat inzwischen eine Direktbank-Tochtergesellschaft mit Produkten zu günstigeren Konditionen als bei der Filialbank. Der Vorteil für den Verbraucher ist hierbei, dass er kostenlos bei den Bankautomaten der Muttergesellschaft Geld abheben kann.

Wer ein Girokonto bei einer Direktbank abschließt, muss sich jedoch im Klaren darüber sein, dass er seitens der Bank keinerlei persönliche Beratung erfahren wird. Bei der Eröffnung eines Girokontos bei einer Direktbank sollten einige Dinge im Voraus gut bedacht sein: Bei jährlichen Kosten über 80 Euro für das Filialkonto, sollte man sich dringend auf die Suche nach einem neuen Girokonto machen.

Beim Wechsel ist es jedoch ratsam beide Konten einige Monate parallel laufen zu lassen. So kann man verhindern, dass Zahlungen oder Forderungen im Sande verlaufen und dadurch Mahnungsgebühren entstehen. Bevor man ein Girokonto eröffnet, sollte zudem genau recherchiert werden, wo und zu welchen Konditionen die Direktbank es ermöglicht, an Geldautomaten Bargeld abzuheben. Um all diese Dinge möglichst schnell und ohne Aufwand in Erfahrung zu bringen, lohnt sich ein kostenloser Vergleich verschiedener Anbieter von Girokonten.

Gute Nachricht für Verbraucher: Girokonten bleiben vorerst kostenlos

Im Herbst 2012 wurden Stimmen laut, die die Abschaffung des kostenlosen Girokontos für das Jahr 2013 vorhersagen. Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2013 eine Studie, bei der die Girokonto-Konditionen von 91 verschiedenen Kreditinstituten verglichen wurden. Die Vermutung vom Vorjahr bestätigte sich bei dieser Studie nicht. Die Analyse ergab, dass es nur Einzelfälle unter den getesteten Banken gab, die ihre Kostenstruktur umgestellt haben und ab sofort nicht mehr kostenlos für den Verbraucher zur Verfügung stehen.

Mehr als ein Viertel der getesteten Banken bieten Ihren Kunden das kostenlose Gesamtpaket an: Keine monatliche Grundgebühr, gebührenfreie Buchungen und eine kostenfreie Girokarte. Die kostenlose Führung von Girokonten war bei 41 der getesteten Anbieter jedoch an gewisse Bedingungen geknüpft. Beispielsweise muss ein gewisser monatlicher Geldeingang gewährleistet sein, um das Girokonto kostenlos nutzen zu können.

Gerade weil der Trend immer mehr zum Banking über das Internet geht, muss jeder Verbraucher sich verstärkt darum kümmern, seine Bankgeschäfte sicher und für Betrüger unfassbar abzuwickeln.

(as)

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