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Alles, was Sie über das Girokonto wissen müssen

09.04.2015 - 09:43

Das Girokonto ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken - doch was wissen Sie wirklich über das wichtigste Finanzprodukt der Deutschen? Wir haben die relevantesten Fakten und aktuellsten Neuerungen zum Thema Girokonto für Sie zusammengefasst.

Das Girokonto ermöglicht den täglichen Zahlungsverkehr: Wichtige Zahlungen wie Miete, Gehalt und Handyrechnungen werden darüber abgewickelt. Mit der Girokarte wird Bargeld abgehoben und im Supermarkt um die Ecke bezahlt. Eigentlich selbstverständlich. Für viele Europäer ist es das allerdings nicht: 58 Millionen Menschen in der Europäischen Union haben Angaben der Europäischen Kommission zufolge kein eigenes Konto. Um die Rechte der sozial schwächeren Bürger zu stärken, wurde die Richtlinie für das sogenannte "Girokonto für jedermann" im vergangenen Jahr vom Europaparlament verabschiedet.

 1.    Sie haben das Recht auf ein Girokonto. Erfahren Sie hier was Sie tun können, wenn die Bank Ihnen kein Girokonto gewährt.

Mann zahlt bar
Jeder EU-Bürger hat das Recht auf ein Girokonto.

 

Das Girokonto hat viele Vorteile und eignet sich hervorragend für die Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs. Fürs Sparen ist das Girokonto hingegen ganz und gar nicht geeignet. In der Regel sind Girokonten sehr schlecht oder sogar überhaupt nicht verzinst. Kalkuliert man die Inflationsrate in Deutschland mit ein, bedeutet das fürs Sie: Ihr Geld vermehrt sich nicht, sondern wird im Gegenteil sogar weniger wert.

2.    Wenn Sie auf dem Girokonto sparen, sparen Sie falsch. Denn um flexibel zu bleiben, müssen Sie Ihre Ersparnisse nicht auf dem Girokonto versauern lassen.




Die Dispozinsen der Banken sind oft unverschämt hoch. 10,65 Prozent verlangten deutsche Geldinstitute einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge im Jahr 2014. Verbraucherschützer hingegen halten einen Dispozins in Höhe von sieben Prozentpunkten über dem Drei-Monats-EURIBOR für gerechtfertigt. Dieser Referenzzinssatz liegt aktuell nahe null - ein Dispozinssatz von knapp über sieben Prozent wäre demnach in Ordnung.

3.    Sie müssen sich nicht mit hohen Dispozinsen zufrieden geben. Kostenlose Girokonten mit günstigen Dispozinsen finden Sie über einen Girokonto-Vergleich.



Die Skatbank hat als erste Bank Deutschlands den Dispozins komplett abgeschafft. Das klingt gut, es gibt aber auch einen Haken: Während der Großteil der Banken in Deutschland das Girokonto kostenlos anbietet, führt die Skatbank die Kontoführungsgebühr wieder ein und nennt das Ganze „Flatrate-Konto“. Wie beim Handyvertrag, stellt sich auch hier die Frage, ob sich die Flatrate tatsächlich lohnt. Bleiben Sie kritisch und rechnen Sie nach.

4.    Das Girokonto der Skatbank mit kostenlosem Dispozins lohnt sich nicht für jeden. Wir haben das anhand verschiedener Beispiele für Sie nachgerechnet.

Überweisung
Lohnt sich ein Girokonto mit kostenlosem Dispozins?


Die deutschen Banken leiden unter der aktuellen Niedrigzinsphase der EZB. Der Wettbewerbsdruck steigt. Anfangs war dies für Kunden erfreulich, denn es führte zu einem Geldsegen: Geldinstitute lockten Neukunden mit Prämien und Gutschriften. Und das nicht ohne Grund, denn Abschlussbereitschaft für weitere Finanzprodukte ist bei Neukunden im ersten Jahr der Unternehmensberatung Investors Marketing zufolge dreimal höher als zu einem späteren Zeitpunkt.
Doch allmählich können sich das viele Banken nicht mehr leisten. Auch die scheidende Bafin-Chefin Elke König mahnt: "Kostenlose Girokonten und Kreditkarten sind nicht wirtschaftlich." Zahlreiche Banken scheinen sich das nun auf die Fahnen geschrieben zu haben und versuchen vom Kunden unbemerkt Gebühren einzuführen. Bestes Beispiel: Die Postbank, die für alle Geldgeschäfte Gebühren erhebt, die nicht online durchgeführt werden.

5.    Sie müssen keine Gebühren für Überweisungen bezahlen. Wie Sie sich zu viel gezahlte Gebühren zurück holen und was Sie tun können, wenn Sie Postbank-Kunde sind und wechseln möchten.



Ein kostenloses Girokonto mit 150 Euro Prämie oder einem gratis Tablet? Was wie eine Erfindung klingt, ist tatsächlich Realität. Viele Banken bieten Neukunden noch immer attraktive Prämien für die Eröffnung eines Kontos. Das hat dazu geführt, dass zahlreiche Kunden zu Girokonto-Sammlern wurden. Das ist allerdings keine gute Idee.

6.    Zu viele Girokonten können Ihre Schufa-Akte negativ beeinflussen. Die Devise heißt: Neues Konto eröffnen, altes Konto kündigen! Verbraucherschützer empfehlen eine Übergangsfrist von drei Monaten.



Das Leben besteht aus Veränderungen. Auch die Art und Weise wie wir bezahlen oder Geldgeschäfte tätigen, verändert sich stetig. Wie sieht das Girokonto der Zukunft aus? Werden wir unser Geld bald nur noch auf dem Smartphone verwalten? Verschiedene Experten liefern dafür verschiedene Antworten. Klar ist: Das Banking im 21. Jahrhundert ist im Wandel begriffen. Bedeutet das, dass wir schon bald nur noch per Facebook-Messenger bezahlen? Niemand weiß das genau, doch im Endeffekt hat der Kunde in der Hand, wie das Girokonto der Zukunft aussieht.

7.    Sie bestimmen, welche Angebote sich auf dem Markt halten – und welche nicht. Ob sich neue Ideen wie etwa das Smartphone-Girokonto NUMBER26 oder das neue Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken halten können, entscheiden Sie durch Ihre Nutzung.


(bm)
 

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