0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Stiftung Warentest: 86 kostenlose Jugendgirokonten im Test

16.07.2014 - 14:00

Die Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe ihres Verbrauchermagazins Finanztest 86 Girokonten für Jugendliche unter 18 sowie Girokonten für Studenten, Schüler und Azubis ab 18 Jahren getestet. Unter den besten Jugendgirokonten sind das StartKonto der Commerzbank, das Top-Girokonto der Norisbank sowie das Junge Konto der Deutschen Bank. Doch was macht eigentlich ein gutes Girokonto für Jugendliche aus? Die Tipps der Verbraucherorganisation im Überblick.

Eine gute Verzinsung ist ein Vorteil, doch nicht das wichtigste Kriterium eines guten Girokontos. Die höchsten Guthabenzinsen im Test bot die Hamburger Volksbank mit vier Prozent pro Jahr bis 500 Euro bei einem Girokonto für Minderjährige. Bei den Konten für Schüler, Auszubildende und Studenten ab 18 bot die PSD Bank Koblenz sogar fünf Prozent für Guthaben bis zu 1.000 Euro.

Unter den besten Konten für Schüler, Auszubildende und Studenten ab 18 Jahren waren das kostenlose Girokonto der 1822direkt, der Comdirect, von Cortal Consors und der DAB Bank. Diese Konten boten zusätzlich auch eine kostenlose Kreditkarte an. Nach Ansicht der Stiftung Warentest eignet sich eine gebührenfreie Kreditkarte vor allem für all jene junge Erwachsene, die häufig ins Ausland reisen.

Die wichtigsten Kriterien eines Girokontos für Jugendliche

Stiftung Warentest hat 86 Girokonten für Jugendliche unter die Lupe genommen.
Die wichtigsten Kriterien im Test waren die kostenlose Online-Kontoführung, die nicht an einen Gehaltseingang gekoppelt ist, sowie eine kostenlose Girocard. Auch die Anzahl der Automaten, an denen gebührenfrei Bargeld abgebhoben werden kann, floss in das Testurteil ein. Nur für per SMS gesendete mobile Tans darf nach Ansicht der Stiftung Warentest eine geringe Gebühr anfallen. Kontoauszüge sollten die Jugendlichen alle vier bis sechs Wochen auf dem PC einsehen oder beim Auszugsdrucker abholen, ansonsten schickt die Bank die Auszüge per Post und kassiert hierfür eine Gebühr.

Wer ein Girokonto für Studenten, Schüler oder Auszubildende führt, muss in regelmäßigen Abständen nachweisen, dass die Ausbildung noch fortbesteht, ansonsten stellt die Bank das kostenlose Konto auf ein Erwachsenenkonto um. Der Nachweis erfolgt über den Ausbildungsvertrag oder Immatrikulationsbescheinigungen.

Stiftung Warentest empfiehlt: Das Girokonto muss zum Inhaber passen

Viele Banken bieten den Jugendlichen attraktive Willkommensprämien wie etwa iPods, Uhren oder Ikea-Gutscheine. Die Entscheidung für ein Konto sollte allerdings nicht aufgrund solcher Zusatzleistungen getroffen werden, vielmehr sollte das Konto wirklich gut zum Inhaber passen, so die Empfehlung der Stiftung Warentest. Das gleiche gilt auch für die Hausbank der Eltern. Nur wenn die Hausbank ein Girokonto mit guten Konditionen im Angebot hat, ist dies ein Grund auch das Jugendkonto für den Nachwuchs dort abzuschließen.

Viele der von Stiftung Warentest untersuchten Banken bieten die Kontoeröffnung bereits ab der Geburt an. Das StartKonto der Commerzbank beispielsweise sieht kein Mindestalter vor. Andere Banken wie etwa die Norisbank haben als Mindestalter sieben Jahre veranschlagt. Für die Eröffnung eines Girokontos unter 18 ist generell die Unterschrift der Erziehungsberechtigten erforderlich. Übrigens: Kinder bis sieben Jahre sind geschäftsunfähig, danach sind Kinder und Jugendliche beschränkt geschäftsfähig. Wann Kinder und Jugendliche unter 18 eigenständig per einkaufen können und was es mit dem sogenannten Taschengeld-Paragraphen auf sich hat, erfahren Sie hier.

(bm)

Weitere Artikel: