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Das Sperrkonto - ein Bankkonto für internationale Studenten

14.06.2015 - 10:20

Du kommst aus dem nicht-europäischen Ausland und willst in Deutschland studieren? Dann musst du einen Finanzierungsnachweis erbringen, um ein Visum zu bekommen. Das funktioniert beispielsweise, indem du ein Sperrkonto einrichten lässt. Was ist das?

Die Bundesrepublik Deutschland verlangt von allen internationalen Studenten, die aus Nicht-EU-Staaten kommen, einen Finanzierungsnachweis. Du musst also dem Staat garantieren, dass du deinen Lebensunterhalt während des geplanten Studienaufenthalts in Deutschland finanzieren kannst. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

•    Deine Eltern müssen Einkommens- und Vermögensnachweise erbringen.
•    Du errichtest ein Sperrkonto und zahlst den benötigten Sicherheitsbetrag ein.
•    Du legst eine Bankbürgschaft vor.
•    Ein anerkannter Stipendiengeber zahlt dir ein Stipendium.
•    Jemand, der in Deutschland wohnt, verpflichtet sich gegenüber der Ausländerbehörde, die Kosten für dich zu übernehmen.
 
Du musst dich beim Deutschen Konsulat bzw. der Deutschen Botschaft erkundigen, auf welche Weise du den Finanzierungsnachweis erbringen musst. Für den Fall, dass ein Sperrkonto benötigt wird, findest du in diesem Blogbeitrag wichtige Infos zu diesem.

8.040 Euro müssen sich vor der Einreise auf dem Sperrkonto befinden

zwei Studenten mit Mappen in der Hand, dahinter die Deutschlandflagge
Um in Deutschland studieren zu dürfen, müssen internationale Studenten der Republik beweisen, dass sie sich das Leben in Deutschland leisten können.
Das Sperrkonto trägt diesen Namen, weil das Geld, das du darauf überweist, so lange gesperrt ist, bis du deutschen Boden betrittst. Erst wenn die Einreise geglückt ist, wird die Blockade des Geldes wieder aufgehoben. Deine Aufenthaltserlaubnis wird erst dann ausgestellt, wenn die Bestätigung über den Geldeingang am Sperrkonto beim Deutschen Konsulat oder der Deutschen Botschaft eingelangt ist.

Die Deutsche Bank hat innerhalb Deutschlands die Vorreiterrolle, was das Eröffnen von Sperrkonten betrifft. Wenn du möchtest, dass diese Bank auch für dich ein solches Konto einrichtet, musst du das Eröffnungsformular ausfüllen – es steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung – und Ausweiskopien anfertigen. Die Bank benötigt vielleicht auch eine Kopie deiner deutschen Studienzulassung. Wenn du alle Formulare ausgefüllt und alle Dokumente beisammen hast, musst du sie vom Generalkonsulat oder der Deutschen Botschaft in deinem Land beglaubigen lassen. Erst nachdem das geschehen ist, kannst du alles an die Deutsche Bank schicken.

Tipp: Die Bank akzeptiert keine E-Mails und Faxe, weil sie die Originaldokumente benötigt. Deshalb solltest du diese per Post schicken.  

Sobald dein Konto eröffnet wurde, erhältst du deine Kontodaten (IBAN und BIC) per E-Mail. Danach musst du den vorgeschriebenen Betrag − für ein Studienjahr sind es derzeit ca. 8.040 Euro − auf das Sperrkonto einzahlen. Das Geld kann auch in Teilbeträgen überwiesen werden. Ist die volle Summe auf dem Konto eingelangt, erhalten du und die Deutsche Botschaft bzw. das Konsulat automatisch eine Bestätigungs-E-Mail.

Vollständig einsatzfähig ist das Sperrkonto erst, wenn du nach deiner Ankunft in Deutschland in eine Filiale der Deutschen Bank gehst und dort einen Serviceauftrag ausfüllst. Bring zu dem Termin unbedingt deinen Reisepass mit. Der Bankberater wird dich nach deiner deutschen Adresse fragen, dir einen Zugang zum Online-Banking verschaffen, wenn du das willst, und für dich eine Karte bestellen, mit der du an Geldautomaten Bargeld abheben und an der Kasse bargeldlos bezahlen kannst.

Achtung: Ohne den Serviceauftrag und die damit einhergehende Legitimationsprüfung bleibt das Konto gesperrt!

Konten für Studenten aus EU-Staaten

Wenn du aus einem EU-Staat kommst, brauchst du kein Sperrkonto zu eröffnen. Doch auch für dich lohnt es sich, in Deutschland ein Konto zu besitzen. Zum einen wegen der zum Konto gehörigen Girocard, mit der du an der Kasse bzw. an Automaten bargeldlos bezahlen und an Geldautomaten Bargeld abheben kannst. Zum anderen brauchst du, wenn du in Deutschland ein Praktikum machst, ein deutsches Konto, weil viele Firmen den Gehalt nur auf deutsche Konten auszahlen.

Um herauszufinden, welche Konten am günstigsten sind, kannst du online einen Girokontovergleich durchführen. Neben der kostenlosen Kontoführungsgebühr solltest du auch darauf achten, dass Girocard und Kreditkarte gratis sind.

(lsc)

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