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So umgehen Sie lästige Kontogebühren

20.05.2016 - 17:32

„Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei.“ Was mit dieser Ankündigung des Sparkassenchefs begann, scheint nun auf andere Geldhäuser überzugreifen. Als jüngstes Beispiel will nun auch die HypoVereinsbank ihre Gebühren nach oben schrauben. Betroffene können sich die lästigen Kosten aber durchaus sparen.

Beschlossene Sache: Hier ist das Konto (bald) nicht mehr gratis

Für Banken und Sparkassen hat sich die Ertragslage infolge der Niedrigzinsen stetig verschlechtert. So manches Institut ist nun an dem Punkt angelangt, wo es eine Erhöhung der Kontogebühren für unausweichlich hält. So etwa die Sparkassen, deren Präsident Georg Fahrenschon bereits im März das Ende des kostenlosen Girokontos verkündete. Neben der Einführung einer klassischen Kontoführungsgebühr stehen auch Entgelte auf bislang kostenlose Einzeldienste zur Debatte.

Girokonto Gebühren
Gebührenerhöhungen aufs Girokonto müssen Verbraucher nicht einfach hinnehmen.
Vor wenigen Tagen kündigte auch die HypoVereinsbank an, Kontoinhaber künftig zur Kasse zu bitten. Das geht aus einem Onlinebericht des Handelsblatts hervor. Mindestens 2,90 Euro, mitunter sogar bis zu 7,90 Euro sollen sie bereits ab Juli für die Führung ihres Girokontos zahlen. Kunden  unter 26 Jahre sind davon ausgenommen – für sie bleibt das Girokonto kostenfrei. Wer weitere Finanzprodukte bei dem Münchner Geldhaus abschließt, soll gegebenenfalls von der Gebühr befreit werden.

Als dritte Bank im Bunde hat die Postbank die Möglichkeit steigender Kosten eingeräumt. Wie Frank Strauß, Chef des Kreditinstituts, im April erklärte, soll spätestens im Jahr 2017 ein neues Preismodell eingeführt werden. Bis dahin gilt es noch zu entscheiden, auf welche Leistungen die Postbank Gebühren erheben wird. Dass es auch weiterhin ein kostenloses Girokonto geben wird – wenn auch nur mit begrenztem Leistungsumfang –, schließt Strauß aber nicht aus.

Definitionsfrage: Wann ist ein Girokonto eigentlich kostenlos?

Bleibt die Frage, ab wann das klassische Bankkonto tatsächlich als gratis eingestuft werden kann. Auch, wenn es hier keine einheitliche Definition gibt, so ist klar: Das Fehlen einer Kontoführungsgebühr zeichnet noch kein Gratis-Konto aus. So sollten auch Einzelleistungen wie Überweisungen und Daueraufträge gebührenfrei sein. Gleiches gilt für die Girocard und die – oftmals in Verbindung mit dem Konto abgeschlossene – Kreditkarte. Im allerbesten Fall ist die Kostenfreiheit überdies nicht an Bedingungen, wie etwa einen regelmäßigen Geldeingang, geknüpft.

Tipp: Auch auf die Dispozinsen achten

Dass die Überziehung des Kontos nicht kostenlos sein kann, steht außer Frage. Doch auch hier lohnt sich der Blick auf das Kleingedruckte. Zinsen von über zehn Prozent sind bei vielen Banken immer noch üblich, müssen aber gar nicht sein.

Ist Ihr Girokonto kostenlos?

Diese Frage können Sie sich in der Regel selbst beantworten, etwa durch einen Blick auf ihre Kontoauszüge. Zudem sind sämtliche Entgelte, die die Bank auf bestimmte Leistungen erhebt, im Preis-Leistungsverzeichnis aufgeschlüsselt. Dieses findet sich meist schnell über die Google-Suche.

Sie haben Gebühren entdeckt, mit denen Sie sich nicht zufrieden geben wollen? Das müssen Sie auch nicht. Ein Kontowechsel schafft hier schnell Abhilfe. Denn ob Sie es glauben oder nicht: Auch wenn Kontogebühren derzeit in aller Munde sind, gibt es noch immer Banken, die ein kostenloses Konto anbieten. Das betrifft vor allem Direktbanken. Sie vertreiben ihre Produkte über das Internet und sparen sich so die Kosten für die Unterhaltung eines Filialnetzes.

(fh)

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