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SEPA: 2014 startet das einheitliche Zahlungssystem für Europa

06.02.2013 - 20:00

Ab dem 1. Februar 2014 ist es soweit: SEPA – der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area) – wird Einzug in Europa halten. Überweisungen und Lastschriften werden dann mit einem neuen System getätigt. Ab dem kommenden Jahr wird das Zahlverfahren in 32 europäischen Ländern vereinheitlicht. Was wird sich ändern?

Die Standardisierung der bestehenden Bezahlverfahren in der Eurozone wurde seit der Einführung der Gemeinschaftswährung schrittweise vorangetrieben, mit SEPA wird der Prozess nun abgeschlossen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr wird einige Veränderungen mit sich bringen. Mit der Einführung der SEPA-Verordnung werden alle Überweisungen und Lastschriften in Euro nach den europaweit einheitlichen Vorgaben getätigt. Um das zu gewährleisten, hat der europäische Gesetzgeber verordnet, alle nationalen Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften ab dem kommenden Jahr abzuschalten.

Wie sich SEPA für Verbraucher auswirkt

Für den Privatkunden werden die Änderungen kaum spürbar sein. Bereits erteilte Einzugsermächtigungen werden auch im nächsten Jahr ausgeführt und die Überweisungen ähneln dem Muster, das in Deutschland genutzt wird.

Eine wesentliche Anpassung, die ins Auge fallen wird, wird die Kennzeichnung des Girokontos sein. Im Rahmen von SEPA werden die Kontonummer und die Bankleitzahl durch die IBAN ersetzt. Diese wird 22 Stellen enthalten, die sich aus der Länderkennung (DE für Deutschland), gefolgt von einer zweistelligen Prüfziffer, der achtstelligen Bankleitzahl und der Kontonummer zusammensetzen. Enthält die Kontonummer weniger als zehn Ziffern, wird sie linksbündig mit Nullen erweitert.

Der Gesetzgeber sieht für Privatkunden Übergangsfristen vor, um sich an das neue Verfahren zu gewöhnen. Zum einen können inländische Überweisungen noch bis zum 1. Februar 2016 mit der alten Bankleitzahl und Kontonummer getätigt werden. Die Umrechnung in IBAN und BIC wird von der Bank übernommen. Ebenfalls bis zum 1. Februar 2016 benötigen Privatkunden für Überweisungen ins Ausland neben der IBAN auch die BIC die internationale Bankleitzahl. Nach dieser Frist soll für den Zahlungsverkehr ausnahmslos die IBAN ausreichen.

Ein einheitliches Zahlsystem hat Vorteile

Die SEPA-Verordnung bringt Verbesserungen mit sich. Besonders Grenzgänger werden von den Neuerungen profitieren: Denn künftig können Lastschriften auch grenzüberschreitend vereinbart werden – das ist bislang noch nicht möglich. Für den Verbraucher sollen dadurch keine Mehrkosten entstehen. Ein weiterer Vorzug: Für alle Transaktionen, ob ins Inland oder Ausland, wird nur noch eine Banknummer benötigt.

Neben Deutschland gehören zu den teilnehmenden Ländern Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland,, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn, das Vereinigte Königreich und Zypern.

(sb)

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