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Tag der Passwortsicherheit: So schützen Sie Ihre Daten

26.06.2014 - 16:19

Anfang dieses Jahres entdeckte das BSI den Datenklau von 16 Millionen digitalen Identitäten, ein paar Monate später wurde die Sicherheitslücke Heartbleed-Bug bekannt. Das Thema Passwortsicherheit ist so aktuell wie selten. Wie Sie Ihren Rechner am besten schützen.

Das Internet eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, doch es birgt auch Gefahren. Die Cyberkriminalität in Deutschland ist hoch: Während die Zahl der Betrugsfälle im Netz im Jahr 2008 bei 28.000 lag, stiegen die Straftaten im Zusammenhang mit Cyberkriminalität 2013 auf 64.000 Fälle an. Deutschland verliert einer Studie des US-amerikanischen Antivirensoftware-Herstellers McAfee zufolge jedes Jahr durch Cyberkriminalität 1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Jeder einzelne kann mithelfen, Kriminelle in die Schranken zu weisen. Ein starkes Passwort ist die beste Voraussetzung für Sicherheit im Netz - egal, ob beim Onlinebanking oder dem E-Mail-Konto.

Fünf Tipps für ein sicheres Passwort

Sicherheit im Netz: Ein starkes Passwort ist dafür Voraussetzung
Die Top Ten der am häufigsten verwendeten Passwörter ist beunruhigend: Auf Platz eins steht beispielsweise die Zahlenkombination 123456. Auf den ersten Blick wird deutlich, dass das unmöglich sicher sein kann – doch viele Verbraucher wissen nicht, wie sie es besser machen können.

Tipp 1: Sie sollten Buchstaben, Zahlen, Buchstaben, Groß- und Kleinschreibung sowie Sonderzeichen verwenden.

Tipp 2: Sie sollten Ihr Passwort häufig wechseln.

Tipp 3: Für verschiedene Konten sollten Sie unterschiedliche Passwörter verwenden.

Tipp 4: In keinem Fall sollten normale Zahl- oder Wortfolgen verwendet werden.

Tipp 5: Ihr Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein.

Einer Studie der Wirtschaftsprüfgesellschaft Deloitte zufolge würden die 10.000 am häufigsten verwendeten Passwörter weltweit Zugang zu 98,1 Prozent aller Accounts verschaffen. Höchste Zeit also, sich ein starkes Passwort zuzulegen. Doch das sicherste Passwort nützt nichts, wenn man es sich nicht merken kann. Mit ein paar Tricks, geht die Erstellung eines starken Passworts ganz einfach.

Gut zu merken und deshalb auch häufig verwendet sind Namen und Geburtstage von Freunden, Kindern und Partnern. Haben Sie beispielsweise drei Kinder mit den Namen Myriam, Matthias und Sandra wäre es beispielsweise sowohl sicher als auch leicht zu merken, die Anfangsbuchstaben zu verwenden. Im Anschluss werden Sonderzeichen und Geburtsdaten ergänzt und im Handumdrehen hat man ein sicheres Passwort, in diesem Beispiel 19MyMaSa61!?.

Zudem kann etwa auch das Lieblingszitat oder ein bestimmter Satz als Basis für ein Passwort dienen. Der Satz „Am Monatsanfang prüfe ich meinen Kontoauszüge“ könnte verkürzt AmMoPrIcMeKo lauten und mit Sonderzeichen und Zahlen versehen als sicheres Passwort fungieren.

Sicherheit im Internet: Das sollten Sie beachten

Ein starkes Passwort ist das A und O, um sich sicher im Netz zu bewegen. Darüber hinaus hilft es jedoch, jederzeit aufmerksam zu sein und die Tricks der Kriminellen zu kennen. Eine Form des Datendiebstahls im Internet ist beispielsweise das sogenannte Phishing. Über gefälschte Webseiten versuchen Kriminelle an Konto- oder Kreditkartendaten von Verbrauchern zu gelangen. Oftmals werden zu diesem Zweck Phishing-E-Mails versendet. Viele dieser E-Mail erkennen Verbraucher auf den ersten Blick: Sie sind in schlechtem Deutsch verfasst und erwecken auch optisch keinen seriösen Eindruck. Doch auch die Cyberkriminellen rüsten auf und schaffen es immer öfter, die E-Mail auch optisch und inhaltlich täuschend echt wirken zu lassen – als würde die E-Mail tatsächlich von der Bank des Kunden stammen.

Der Aufhänger ist in der Regel ein falscher Vorwand. Die Verbraucherzentrale Bayern etwa berichtete, dass Kriminelle derzeit häufig die Umstellung auf SEPA nutzen, um an persönliche Daten von Bankkunden zu gelangen. Die E-Mails fordern Bankkunden auf, aufgrund der SEPA-Umstellung ihre Daten zu kontrollieren, diese zu bestätigen oder noch einmal einzugeben. Wer darauf hereinfällt, übermittelt seine Kontodaten entweder direkt an die Kriminellen oder infiziert seinen Computer mit Schadsoftware, die Lücken im Sicherheitssystem findet und so ebenfalls Zugriff auf sensible Daten möglich macht.

Wie Sie die Tricks der Cyberkriminellen schnell durchschauen, erfahren Sie auf unserer Service-Seite zum Thema Phishing. Was es beim Einkauf im Internet zu beachten gilt, lesen Sie im Interview mit dem Sicherheitsexperten Sebastian Schreiber.

(bm)

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