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Online-Banking: TAN per SMS kann Risiken bergen

30.09.2011 - 11:25

Statt ausgedruckter TAN-Listen wie bisher wird fürs Online Banking von immer mehr Banken das Prinzip der Transaktionsnummer per SMS genutzt. Dieses System gilt als besonders sicher, kann aber riskant werden, wenn man ein internetfähiges Smartphone verwendet und auf dem gleichen Gerät sein Online Banking abwickelt und Kurznachrichten empfängt. Denn Betrüger haben bereits ein Auge auf dieses Verfahren geworfen.

Die alten Listen mit Transaktionsnummern werden immer häufiger abgelöst durch die TAN per SMS. Dieses Verfahren ist nicht nur einfach, sondern gilt auch als besonders sicher, wenn Überweisungen beim Online Banking vorgenommen werden. Da Betrüger immer wieder an die TAN-Nummern-Listen von Bankkunden gelangten, kam es häufig zu Betrugsfällen am Girokonto. Dem sollte die SMS-TAN ein Ende machen, da dieser Kanal nicht übers Internet läuft.

Smartphones problematisch

Doch wer ein internetfähiges Smartphone nutzt, für den besteht die Gefahr, dass Online-Betrüger seine Kontodaten sowie auch seine TAN-Nummern ausspähen. Besonders hoch ist die Gefahr, wenn man direkt mit seinem Smartphone Bankgeschäfte abwickelt. So wurden von Computerexperten bereits Trojaner aufgespürt, die bei internetfähigen Handys die Kurznachrichten auslesen, mit denen die Bank die TAN-Nummern schickt. Die Schadprogramme fängt man sich oft durch Apps ein, da diese von ihren Anbietern nur selten auf Spyware hin untersucht werden. Gerade wenn die Quelle unsicher ist, sollte man besondere Vorsicht walten lassen, denn oft dienen die Apps dem gezielten Einschleusen digitaler Schädlinge.

Online Banking nicht übers Handy

Um Kontomissbrauch vorzubeugen, sollte man sein Online Banking nicht über das Mobiltelefon abwickeln, mit dem man die TANs empfängt. Dabei weisen auch die Banken selbst darauf hin, dass dieses Verhalten gefährlich bis grob fahrlässig ist. Einige Geldhäuser bieten das SMS-TAN-System nicht für Kunden an, die ihre Geldgeschäfte mobil abwickeln wollen. Beim Bankenverband heißt es, mit einem einzigen Gerät Transaktionsnummern zu empfangen und Online-Überweisungen durchzuführen, sei unsachgemäß. In diesem Fall muss ein TAN-Generator genutzt werden, um den Kanal für Bankgeschäfte und den für die mobile TAN getrennt zu halten.

Auch beim Computer ist Vorsicht geboten

Am besten wickelt man sein Online Banking also vom Computer aus ab, wenn man die TAN per Kurznachricht erhalten will. Doch auch hier muss der Verbraucher vorsichtig sein, denn oft wird das Smartphone mit dem PC verbunden, um etwa neue Musik herüber zu laden. Dabei können sich Trojaner einschleichen, und zwar in beide Richtungen. Eine aktuelle Sicherheitssoftware sollte man also nicht nur für seinen Computer, sondern auch fürs Smartphone haben.

(sr)

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