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Norisbank senkt Dispo- und Überziehungszinssatz

16.09.2014 - 08:00

Mit 15. September 2014 nimmt die Norisbank eine für Verbraucher erfreuliche Senkung des Dispozinses vor. Wer sein Konto überzieht, bezahlt dafür nur noch 11,05 Prozent statt wie bisher 11,15 Prozent Zinsen. Der Überziehungszinssatz wurde ebenfalls um 0,1 Prozentpunkt gesenkt.

Die im Juni vorgenommene Senkung des Leitzins auf 0,15 Prozent durch die Europäische Zentralbank (EZB) führte bereits damals bei einigen Banken, so auch bei der Norisbank, zu Konditionsänderungen im Bereich der Dispozinsen. Nachdem der Leitzins jedoch am 4. September auf ein neues Rekordtief von 0,05 Prozent gesunken ist, kam es zu einer weiteren Welle an Dispokreditsenkungen, die nun auch die Norbisbank erfasst hat.

Dispo-Nutzer profitieren von der Niedrigzinspolitik der EZB

Geld- und innenpolitischer Druck lässt die Dispozinsen fallen - auch bei der Norisbank.
Die EZB will dazu beitragen, die Konjunktur in der Euro-Zone stärker zu beleben, sodass die europäische Wirtschaft wieder auf stabilen Füßen steht. Dafür ist es wichtig, dass Investitionen getätigt werden. Um zu investieren, benötigt man Geld. Ist dieses nicht vorhanden, ist es gerade in schwachen Konjunkturphasen wichtig, dass Banken Kredite vergeben. Zu diesen zählt auch der Dispo.

Manchmal ist es Verbrauchern gar nicht bewusst, dass sie einen Kredit in Anspruch nehmen, wenn sie ihr Konto überziehen. Wäre dieses Bewusstsein stärker vorhanden, würden die meisten Kunden wahrscheinlich nicht den teuren Dispokredit, sondern die in den meisten Fällen sehr viel günstigeren Ratenkredite in Anspruch nehmen. Noch nutzen allerdings 20 Prozent aller Bankkunden den Dispositionskredit.

Deutsche Politik fordert bessere Vergleichbarkeit für Dispozinsen

Für diese 20 Prozent beziehungsweise für alle potentiellen Dispo-Nutzer macht sich die deutsche Bundesregierung stark. Sie übt politischen Druck auf heimische Geldinstitute aus. So soll beispielsweise bald jede Bank die Pflicht haben, ihre Kunden über Kontoüberziehungen zu informieren. Zuletzt sprach Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) in diesem Zusammenhang die Forderung aus, dass Geldinstitute Beratungsgespräche für Kunden anbieten müssen, die über einen längeren Zeitraum hinweg Dispositionskredite nutzen.

Eine weitere Forderung des Ministers betrifft die Vergleichbarkeit der Dispozinsen. Deren Höhe müsse auch im Internet gut vergleichbar sein. Wer den Girokontovergleich von CHECK24 nutzt, wird sehen, dass dies leicht möglich ist. Immerhin sind alle wichtigen Informationen, wie  Guthaben- und Dispozinsen, Konto- und Kartengebühr, sofort auf einen Blick sichtbar.

Dispozinsen betragen durchschnittlich zehn Prozent

Im Durchschnitt liegt der Dispozins im Moment bei zehn Prozent. Im Normalfall beläuft sich der Überziehungsrahmen auf drei Nettogehälter. Ist dieser überschritten, wird der Überziehungszinssatz, der noch höher ist als der Dispozins, fällig. Bei manchen Banken wurde der Überziehungszins bereits vollständig abgeschafft bzw. an den Dispozinssatz angeglichen.

Noch mehr Informationen zum Thema niedrige Dispozinsen bietet dieser Artikel.

(lsc)

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