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Nie mehr teure Dispozinsen! So einfach geht’s!

28.08.2014 - 15:56

Obwohl der Dispokredit aufgrund der hohen Zinsen laut Stiftung Warentest die teuerste Kreditform darstellt, wird er von 20 Prozent aller Bankkunden genutzt. Häufig wissen Verbraucher aber gar nicht, dass sie ihr Girokonto überziehen oder dass es preiswertere Alternativen gibt. Was gibt es für Verbraucher zu beachten und welche Banken bieten günstige Dispozinsen an?

Dispokredit: teuer, teurer, am teuersten

Einer aktuellen Umfrage zufolge nutzen 20 Prozent aller Bankkunden den Dispositionskredit (kurz: Dispo). Das bedeutet, dass sie ihr Girokonto um den meist bereits bei der Eröffnung des Kontos festgelegten Kreditrahmen überziehen. In der Regel beläuft sich der Überziehungsrahmen auf drei Nettoeinkommen. Dieses Service kann jeden Monat in Anspruch genommen werden, ist aber nicht kostenlos. Im Gegenteil, der Dispokredit ist laut Stiftung Warentest der teuerste Kredit überhaupt.

Politik drängt auf Warnpflicht bei negativem Kontostand

Dispozinsen auf Talfahrt.
Die enorm hohen Dispozinsen, die tageweise berechnet werden, sind Verbraucherschützern und Politik schon lange ein Dorn im Auge. Im Koalitionsvertrag wurde deshalb vereinbart, dass Kreditanstalten künftig dazu verpflichtet sind, ihre Kunden auf Kontoüberziehungen hinzuweisen.

Die Sinnhaftigkeit dieser Warnpflicht wird durch neue Umfrageergebnisse untermauert. Auf diese bezugnehmend berichtet die FAZ, dass mehr als die Hälfte der Kunden gar nicht weiß, dass sie im Minus sind.

Eine solche Unwissenheit wirkt sich besonders negativ aus, wenn der Betrag der Verschuldung den Dispo-Kreditrahmen übersteigt. In diesem Fall werden nämlich Überziehungszinsen fällig, die noch höher sind als Dispozinsen.

Banken setzen auf Informationen und Zinssenkungen

Als Reaktion auf den starken politischen Druck haben einige große Geldinstitute bereits neue Maßnahmen erarbeitet:
  • Ing-Diba: Die größte Direktbank Deutschlands wird ab 1. September alle Kunden, die einen negativen Kontostand aufweisen, postalisch über diesen Zustand informieren. Gelegentliche Nutzer von Dispokrediten sollen auf günstige Ratenkredite hingewiesen werden. Regemäßigen Nutzern wird ein Ratenkredit mit strukturierten Tilgungsraten angeboten. Wer sechs Monate nach Erhalt des Briefes weiter einen negativen Kontostand aufweist, erhält wieder Post.
  • Die Commerzbank hat angekündigt ab Ende August (29.08.2014) Warnhinweise auf Kontoauszüge zu drucken.
  • Die DKB wird ab 1. September die Dispozinsen von 7,9 auf 7,5 Prozent jährlich senken. Überziehungszinsen wird es künftig keine mehr geben.
  • Die norisbank hat die Zinssenkung von 11,25 auf 11,15 Prozent jährlich bereits vollzogen.
Es ist zu erwarten, dass weitere Banken ähnliche Schritte vollziehen werden.

Was sollten Verbraucher beachten?

Die Möglichkeit der Kontoüberziehung erlaubt dem Kunden Flexibilität. Sollte überraschenderweise am Ende des Monats eine Zahlung getätigt werden müssen, für die kein Geld zur Verfügung steht, kann diese ohne großen Aufwand mit einem Dispokredit beglichen werden. Den Verbrauchern muss allerdings klar sein, dass sie für das geborgte Geld teure Zinsen begleichen müssen. Da Ratenkredite bei größeren Summen in der Regel sehr viel günstiger ausfallen, sollte der Dispokredit lediglich als Notlösung herangezogen werden.

Außerdem sollte man schon bei der Eröffnung eines Girokontos auf die Dispozinsen achten. Der durchschnittliche Dispozins liegt aktuell bei 10 Prozent, der Überziehungszins kann mehr als 13 Prozent betragen. Da die Zinsen jedoch von Bank zu Bank stark variieren können, lohnt sich ein Girokonto Vergleich.

Diese Banken bieten aktuell die günstigsten Dispozinsen

KreditinstitutDispozinsÜberziehungszins
DKB7,50 % pro Jahr7,50 % pro Jahr
DAB Bank7,50 % pro Jahr12,50 % pro Jahr
1822direkt7,74 % pro Jahr7,74 % pro Jahr
Targo Bank7,99 % pro Jahr9,99 % pro Jahr
netbank8,00 % pro Jahr11,00 % pro Jahr
Cortal Consors8,14% pro Jahr13,21 % pro Jahr
(lsc)

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