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Gefährliche Falle am Geldautomat - Zahl der Manipulationen 2010 stark gestiegen

11.05.2011 - 11:38

Wer am Bankautomaten Geld abhebt, der wird sich sicher jedes Mal fragen, ob die Maschine nicht manipuliert wurde und Gangster die Daten der EC-Karte ausspähen. Angesichts der aktuellen Zahlen zum Thema EC-Karten-Betrug ist diese Frage durchaus berechtigt. Gegenüber 2009 gab es im Vorjahr weitaus mehr Vorfälle. Einen Anstieg von  55 Prozent konnte das Bundeskriminalamt (BKA) beim Skimming - also beim Ausspähen von PIN-Nummern und Kartendetails - beobachten.

Stattliche 3.183 Fälle von Skimming wurden 2010 verzeichnet. Im Jahr davor waren es immerhin schon 2.058 Vorfälle. Dabei wurden einzelne Automaten auch mehrmals attackiert. Insgesamt waren 1.765 Maschinen betroffen, das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 83 Prozent, damals waren es noch 964 Automaten gewesen. Hatte sich der Schaden durch gefälschte EC-Karten 2009 noch auf geschätzte 40 Millionen Euro belaufen, waren es ein Jahr später vermutlich schon an die 60 Millionen Euro, wie es beim BKA heißt.

Hunderttausende Karten betroffen

Wieviele Kunden tatsächlich betroffen sind, lässt sich schwer genau sagen. Bei Banken und Sparkassen seien allerdings mehr als 300.000 Karten vorsichtshalber gesperrt worden. Besonders häufig betroffen sind erfahrungsgemäß Automaten, die an Bahnhöfen oder auch in Fußgängerzonen stehen, wo sich viele Menschen aufhalten. Oft sind diese Geräte dann nur für einige Stunden lang manipuliert. Daher wird dringend dazu geraten, die PIN bei der Eingabe stets mit der Hand zu bedecken.

Neue Tricks der Gangster

Durch den Austausch älterer Automaten, den eine Bank bundesweit vorgenommen hatte, wurde in der zweiten Hälfte 2010 ein Rückgang der Attacken beobachtet, da die anfälligen Geräte ausgetauscht wurden. Um welche Bank es sich genau handelte, wurde nicht bekannt. Die Tricks der Kriminellen sind vielfältig. Oft werden zum Beispiel winzige Kameras installiert, sodass die PIN-Eingabe beobachtet werden kann. Sichtschutzblenden und Rauchmelder sind ein beliebtes Versteck dafür. Auch werden häufig gefälschte Tastaturen aufgesetzt, um die Geheimnummer zu erfassen. Durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an den Türöffnern konnte hier allerdings die Manipulationsrate von 13 Prozent auf nunmehr zwei Prozent abgesenkt werden.

(sr)

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