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Onlinebanking: Einführung der m-Tan soll für mehr Sicherheit sorgen

10.08.2011 - 12:53

Im kommenden Jahr soll die m-Tan die bisherige Tan-Liste als Sicherheitssystem beim Onlinebanking ersetzen. Inhaber eines Onlinekontos sollten sich vorab jedoch informieren, denn einige wenige Banken erheben für diesen Dienst Gebühren.

Ein verbesserter Tan-Mechanismus soll Onlinebanking sicherer machen – ab dem kommenden Jahr soll die sogenannte m-Tan (mobile-Tan) auch in Deutschland Einzug halten und die Tan-Listen beim Onlinebanking verdrängen. Diese sind noch immer das am häufigsten verwendete Sicherheitssystem bei der Verwaltung vom Onlinekonto. Obwohl der m-Tan mehr Sicherheit zugeschrieben wird, neigen Verbraucher dazu dem Althergebrachten die Treue zu halten. Nach Angaben von sueddeutsche.de beklagen Banken das mangelnde Interesse ihrer Kunden an dem besseren System. Die Bequemlichkeit sei einfach zu groß. Eine Studie der Initiative D21, einem gemeinnützigen Verein zur Förderung der Internetkompetenz der Deutschen, wies jedoch nach, dass für Bankkunden die Sicherheit beim Onlinebanking oberste Priorität hat.

Funktion der m-Tan

M-Tans werden genauso eingesetzt wie die allseits bekannten Tan-Listen. Will der Kontoinhaber eine Transaktion über sein Online Girokonto durchführen, füllt er wie gehabt das Internetformular aus. Bevor das Geldgeschäft abgeschlossen werden kann, schickt ihm die Bank per SMS eine m-Tan zu. Dabei ist die Tan nur einmal gültig. Eine weitere Neuerung des Sicherheitssystems ist der Tan-Generator: Kunden führen ihre EC-Karte oder eine spezielle Chip-Karte in das Gerät ein und geben den Buchungswunsch ein. Anschließend wird eine Tan-Nummer generiert. Die Funktion der Transaktionsnummern beim Onlinebanking entspricht einer Unterschrift, die vor jedem auszuführenden Bankgeschäft eingegeben wird. Der Unterschied der m-Tan und des Tan-Generators zur Tan-Liste ist, dass die Transaktionsnummern der neuen Sicherheitsmechanismen im Vorfeld nicht feststehen. Anders als die Tan-Liste wird so dem Missbrauch Dritter vorgebeugt. Vor jedem Geldgeschäft via Onlinebanking wird speziell für diese Aktion ein gültiger Sicherheitscode produziert. So können Kriminelle bei Übergriffen weder Empfänger noch Geldbetrag der Überweisung verändern.

M-Tans beim Onlinebanking ab 2012

Die Mehrheit der Finanzhäuser werden vor Beginn des kommenden Jahres ihre Sicherheitssysteme verbessern und die m-Tans einführen. Eine Sparkassen-Sprecherin versichert: „2012 wird es bei uns keine Tan-Listen mehr geben." Gleiches gilt für die Volks- und Raiffeisenbanken und die Postbank. Die Comdirect und ING-DiBa werden als letzte die neuen Tan-Mechanismen einführen. Die einzige Bank, die der Tan-Listen treu bleibt, ist die Deutsche Kreditbank (DKB): "Wir denken, dass das Verfahren sicher ist", teilte die DKB mit.

Wer Kunde der Deutschen Bank oder Norisbank ist, wird ab 2012 zudem Gebühren für das Onlinebanking zahlen müssen. Denn für jede SMS zur Zusendung einer m-Tan werden neun Cent berechnet. Auch für den Tan-Generator können Gebühren erhoben werden:  Die Commerzbank veranschlagt 85 Euro für die Bereitstellung eines Generators, einer Chip-Karte und der erforderlichen Sicherheitssoftware. Verbraucherschützer werden dagegen wohl Sturm laufen, schon jetzt wird die Kritik gegen das Gebaren einiger Finanzhäuser laut. „Es ist frech, dass der Verbraucher dafür zahlen muss, dass die Kreditwirtschaft ihre eigenen Sicherheitsstandards erhöht und für weniger Schäden haften muss“, so Annabel Oelmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

(sb)

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