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Welche Banken bieten die günstigsten Dispozinsen?

30.04.2015 - 08:44

Fehlt Ihnen manchmal am Ende des Monats das nötige Kleingeld? Entscheiden Sie sich dann immer mal wieder dafür, das Girokonto zu überziehen, anstatt um einen Kleinkredit anzusuchen? In diesem Fall sollten Sie bereits vor der Kontoeröffnung darauf achten, dass ihre Bank Ihnen günstige Dispozinsen bietet. CHECK24 hat einige der günstigsten Banken in Bezug auf den Dispozins für Sie eruiert.
 

Nicht nur auf die Höhe der Zinsen, sondern auf das Gesamtpaket kommt es an

 
Ordner mit der Beschriftung Dispozins
Nicht nur auf die Höhe der Dispozinsen kommt es an, sondern auf das Gesamtpaket.
Manche Banken verlangen Zinsen für Dispositionskredite, die sich in himmelschreienden Höhen befinden. Bei Kreditinstituten, die Zinsen von bis zu 15 Prozent oder mehr verlangen, ist die Vermutung, dass es sich dabei um reine Abzocke der Kunden handelt, schwer von der Hand zu weisen. Doch es gibt glücklicherweise auch einige Banken, die Dispozinsen unter zehn Prozent anbieten.

Für besondere Aufregung sorgte Ende März die Skatbank, deren Kunden sich seither bis zu 2.500 Euro gratis leihen können. Im Gegenzug wird bei dem sogenannten FlatKonto eine monatliche Kontoführungsgebühr in Höhe von 7,50 Euro fällig. Im Jahr zahlt man für dieses Konto der Skatbank also 90 Euro. Dass es sich nur unter bestimmten Bedingungen lohnt, für einen günstigen oder kostenlosen Dispozins ein Girokonto zu eröffnen, bei dem eine Kontoführungsgebühr zu bezahlen ist, hat die CHECK24-Finanzredaktion für Sie in diesem Blogbeitrag erläutert.

Wer nicht nur günstige Dispozinsen will, sondern generell nicht dazu bereit ist, mehr für sein Girokonto zu bezahlen als nötig, sollte unbedingt auch darauf achten, dass keine Kontoführungsgebühren anfallen. Am einfachsten funktioniert die Suche nach Konten, die diese Bedingungen erfüllen, mit einem Online-Girokontovergleich. Bei CHECK24 finden Sie hierfür eine eigene Filterfunktionen: Filtern Sie einfach nach Dispozins oder Kontoführungsgebühr, um innerhalb von Sekunden zu wissen, bei welcher Bank Sie am wenigsten für den Dispo bezahlen müssen und sich zudem über ein gratis Girokonto freuen können. Das Ergebnis dieser Suche nach aktuellem Stand (April 2015) befindet sich in der untenstehenden Liste:

Platz 1: Skatbank-Trumpfkonto: 0 Euro Kontoführungsgebühr; 5 Prozent Dispo
Platz 2: Giro Direkt der prd Bank Berlin-Brandenburg: 0 Euro; 6,75 Prozent
Platz 3: fidor-Pay-Konto: 0 Euro; 6,90 Prozent
Platz 4: Frankfurter Sparkasse: 0 Euro; 7,09 Porzent
Platz 5: VR-GiroOnline: 0 Euro; 7,45 Prozent

Die zwei günstigsten von CHECK24 geprüften und daher auch über das Vergleichsportal abschließbaren Girokonten sind das DAB Girokonto und das DKB-Cash mit einem Dispozins von je 7,50 Prozent. Dicht gefolgt befinden sich das Girokonto der 1822direkt mit 7,74 Prozent und das Online-Konto der Targobank mit 7,79 Prozent.


Günstigere Dispozinsen sind eine Folge der Niedrigzinspolitik der EZB


Dass Verbraucher derzeit einen Dispositionskredit deutlich günstiger in Anspruch nehmen können als noch vor einen halben Jahr, sieht man, indem man die Werte in der Tabelle mit jenen vergleicht, die eine im September 2014 veröffentlichte Untersuchung der Stiftung Warentest zu Tage förderte. Die Verbraucherschützer testeten damals 1.504 Girokontokonditionen und fanden dabei heraus, dass die deutschen Banken durchschnittlich Dispozinsen in Höhe von 10,65 Prozent erheben.

Zu den für Verbraucher positiven Veränderungen beigetragen hat aber auch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Insbesondere die Senkung des Leitzinses, an dem sich Privatbanken in der Regel bei der Festlegung ihrer Zinsen orientieren, auf 0,05 Prozent hat die Kreditzinsen purzeln lassen.

Doch nicht nur die derzeitige Geldpolitik innerhalb der Eurozone trägt zu den niedrigen Dispozinsen bei, sondern auch die seit Jahren geübte Kritik der deutschen Verbraucherschützer. Sie forderten die Banken immer wieder dazu auf, den Dispozins nicht als Abzocke zu missbrauchen.

Letztendlich schaltete sich auch die Politik ein. Zwar wurde die gesetzliche Deckelung der Dispozinsen nicht eingeführt, doch dafür kündigte Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas ein Gesetz an, das Banken dazu verpflichtet, die Höhe ihres Dispozinses online zu veröffentlichen, um so für mehr Transparenz zu sorgen. Zudem sollen die Kreditinstitute regelmäßige Dispozinsnutzer über billigere Formen der Kreditaufnahme informieren.

(lsc)

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