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Gläubigeridentifikationsnummer: Höchste Zeit zu handeln!

31.12.2013 - 14:09

Die Bundesbank ist alarmiert: Trotz der unmittelbar bevorstehenden SEPA-Umstellung wurden Vorstand Carl-Ludwig Thiele zufolge erst 1,25 Millionen Gläubigeridentifikationsnummern beantragt und vergeben. Diese Kennziffer benötigen Unternehmen und Vereine jedoch in Zukunft, um weiterhin Geld von Girokonten einzuziehen. Schätzungen zufolge existieren in Deutschland rund 3,6 Millionen Unternehmen und 600.000 Vereine. Das bedeutet, dass ein großer Teil dieser Gläubiger am 1. Februar – dem Tag der Umstellung – vor großen Problemen stehen dürfte.

Die Gläubigeridentifikationsnummer dient der eindeutigen Identifikation eines Gläubigers. Um den europäischen Zahlungsverkehr weiter zu vereinfachen, soll die Kennziffer europaweit größtmögliche Transparenz ermöglichen. Genau wie die internationale Kontonummer IBAN variiert auch die Gläubigeridentifikationsnummer bezüglich ihrer Länge von Land zu Land. In der Bundesrepublik hat sie 18 Stellen und setzt sich aus dem entsprechenden ISO-Ländercode, einer zweistelligen Prüfziffer, der Geschäftsbereichserkennung und einem nationalen Identifikationsmerkmal zusammen.

So beantragen Unternehmen und Vereine ihre Gläubigeridentifikationsnummer

Die Gläubigeridentifikationsnummer kann ausschließlich elektronisch auf der Homepage der Bundesbank beantragt werden. Der Antrag selbst ist mit keinen Kosten verbunden und zudem relativ unkompliziert.
  1. Im Vorfeld informiert die Bundesbank alle Antragsteller ausführlich über das Antragsverfahren. Gläubiger sollten sich diese Informationen aufmerksam durchlesen und anschließend am Ende der Seite einen Haken setzen. Über einen Klick auf den „Weiter“-Button gelangen sie in die Antragstrecke.
  2. In der Antragstrecke muss die entsprechende Personengruppe ausgewählt werden, für die die Gläubigeridentifikationsnummer beantragt werden soll. Zur Wahl stehen „Natürliche Personen und Einzelunternehmen, Freiberufler“, „Personenvereinigungen“, „Juristische Personen des Privatrechts“ sowie „Juristische Personen des öffentlichen Rechts“.
  3. Nach einem erneuten Klick auf den „Weiter“-Button gelangt der Antragsteller auf die nächste Seite. Hier kann die genaue Rechtsform ausgewählt werden. Bei Einzelunternehmen und Freiberuflern stehen beispielsweise „Einzelperson oder Freiberufler“ oder „Einzelkaufmann (e. K.)“ zur Wahl.
  4. Im nächsten Schritt werden die Daten des Antragstellers erfasst. Dazu gehören Name, Anschrift und gegebenenfalls der Firmenname sowie Angaben zum Personalausweis bzw. Reisepass.
  5. Über den „Weiter“-Button gelangt der Antragsteller zum nächsten Schritt. Hier muss eine Ansprechperson sowie deren Kontaktdaten (Telefonnummer und E-Mail-Adresse) angegeben werden.
  6. Auf der folgenden Seite erhält der Gläubiger eine Zusammenfassung seiner eingegebenen Daten, die es erneut zu überprüfen gilt. Sind alle Angaben korrekt, muss die Richtigkeit durch ein Häkchen im entsprechenden Feld bestätigt werden. Eine Korrektur der Daten kann über den „Zurück“-Button vorgenommen werden.
  7. Um den Vorgang abzuschließen, muss der Antragsteller die am Bildschirm angezeigte Zeichenfolge in das entsprechende Feld eingeben. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Captcha, dass sicherstellen soll, dass der Antrag von einer natürlichen Person gestellt wird.
  8. Nach der erfolgreichen Antragstellung schickt die Bundesbank eine E-Mail an die angegebene E-Mail-Adresse. Diese enthält einen Link zur Freischaltung des Antrags, der innerhalb von zehn Kalendertagen bestätigt werden muss. Gläubiger sollten dies keinesfalls versäumen, da der Antrag andernfalls verfällt. Befindet sich auch einige Stunden
    Nicht vergessen: Termin für die SEPA- Umstellung ist der 1. Februar 2014.
    nach der Antragstellung keine Nachricht im E-Mail-Postfach, lohnt sich ein Blick in den Spam-Ordner. Sollte es dennoch Probleme geben, ist die Service-Hotline für Fragen zur Gläubiger-ID von Montag bis Freitag von 08:00 – 16:00 Uhr unter der Nummer 069 9566-3181 erreichbar.
  9. Nachdem der Link vom Antragsteller bestätigt wurde, erhält dieser von der Bundesbank per E-Mail seine Gläubigeridentifikationsnummer. Diese kann nun der Bank mitgeteilt bzw. in die entsprechenden Formulare eingetragen werden, sodass weiterhin Gelder von Kunden oder Mitgliede
(fr)

 

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