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Girokonten-Wechsel: Worauf Verbraucher achten sollten

14.12.2009 - 21:46

Viele Direkt- und Filialbanken bieten Ihren Kunden mittlerweile kostenlose Girokonten an. Ein Wechsel zu einem dieser Geldinstitute lohnt sich, auch wenn er mit Mühe verbunden ist. Denn Verbraucher können dadurch bis zu 100 Euro im Jahr sparen.

Vor der Eröffnung eines Kontos empfiehlt es sich, die Angebote verschiedener Banken auf die folgenden Punkte hin zu vergleichen, um das für die individuellen Bedürfnisse geeignetste Girokonto zu finden.

Kontoführung: Einige Banken bieten für ihre kostenlosen Girokonten nur die Nutzung per Online-Banking oder Telefon-Banking an. Wer Wert auf persönlichen Kontakt legt oder oft Bargeld einbezahlt, sollte sich für ein Geldinstitut entscheiden, das auch über ein Filialnetz verfügt.

Bargeldversorgung/Verfügbarkeit: Je nach Bank und Bankenverbund schwankt die Zahl der Automaten, an denen kostenlos Geld abgehoben werden kann. Auch Kosten für die Nutzung von Automaten fremder Banken unterschieden sich erheblich. Diese können zwischen null und bis zu sechs Euro pro Abhebung liegen. Wer häufig reist oder mehrere Wohnsitze hat, sollte deshalb auf eine weltweit möglichst kostengünstige  Bargeldversorgung mit einer großen Zahl an Automaten achten. Andernfalls können die dadurch entstehenden Kosten schnell die Höhe gängiger Kontoführungsgebühren erreichen.

Bedingungen: Bei einigen Banken müssen die Kunden bestimmte Bedingungen erfüllen, um ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühr zu erhalten. Dazu gehören in der Regel ein bestimmter monatlicher Geldeingang sowie in seltenen Fällen die dauerhafte Gewährleistung eines festgelegten Kontostands.

Höhe der Dispositionszinsen: Wer den Überziehungsrahmen seines Girokontos häufig nutzt, sollte vor allem auf niedrige Dispositionszinsen achten. Bei dauerhafter Überziehung mit größeren Beträgen lohnt es sich in jedem Fall, über die Umschuldung auf einen Ratenkredit nachzudenken.

Höhe der Guthabenzinsen: Kunden, die dauerhaft größere Beträge auf seinem Girokonto belassen, sollten auf attraktive Guthabenzinsen Wert legen – entweder direkt auf dem Girokonto, auf der Kreditkarte oder auf einem separaten Tagesgeldkonto. Die Zinsen auf der Kreditkarte oder dem Tagesgeldkonto sind in der Regel etwas höher als auf dem Girokonto direkt, schmälern allerdings auch die Flexibilität.

Kosten für EC- und Kreditkarte: Längst nicht alle Banken vergeben EC- und Kreditkarten dauerhaft kostenlos. Vor allem für die Bereitstellung einer Kreditkarte werden zum Teil 20 Euro p.a. und mehr verlangt. Wer außerdem eine Partner-Karte für das Konto wünscht, sollte sich vorher genau über die Kosten für eine zweite EC-Karte erkundigen.

Tipps für einen problemlosen Wechsel

Damit der Kontenwechsel reibungslos von Statten geht, müssen in der Regel mehrere Dritte unterrichtet und Daueraufträge auf das neue Konto übertragen werden.  Mit Hilfe der Kontoauszüge der vergangen Monate können die Personen und Firmen erfasst werden, die regelmäßig auf das Konto einzahlen oder von ihm abbuchen. Sie sollten zeitnah über den Wechsel informiert werden – allen voran der Arbeitgeber.

 

Es empfiehlt sich, beiden Konten circa drei Monate parallel bestehen zu lassen. So können vergessene Daueraufträge, Abbuchungen und Einzahlungen sowie Fehlbuchungen vermieden werden .

(eko)

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