0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Die Girocard mit in den Urlaub nehmen - ist das eine gute Idee?

03.07.2015 - 17:49

Welche Zahlungsmittel sollte man an den Urlaubsort mitnehmen? Generell ist ein Mix aus Bargeld, Girocard und Kreditkarte zu empfehlen. Bei der Girocard ist allerdings auf das Geoblocking zu achten. Dabei handelt es sich um einen Schutzmechanismus der Banken, der den Einsatz der Karte in bestimmten Ländern nicht erlaubt. Ein Anruf bei der Bank genügt allerdings meistens, um die Karte für den Urlaub freizuschalten.

Die Einsatzmöglichkeiten der EC-Karte sind im In- und Ausland dieselben. Man kann mit ihr Bargeldabheben und bargeldlos Bezahlen – wobei die Akzeptanz von EC-Karten im Ausland geringer sein könnte als in Deutschland. Doch die Gebühren können sich je nach Bank drastisch von jenen im Inland unterscheiden. Wer nicht weiß, dass Services, die in Deutschland gratis sind, im Ausland kostenpflichtig sind, erlebt beim Blick auf den nächsten Kontoauszug eventuell eine böse Überraschung. Der erste Tipp für die perfekte finanzielle Urlaubsvorbereitung lautet daher: Informieren Sie sich VOR Reiseantritt über Auslandsgebühren! Sie können diese bei Ihrer Bank erfragen oder selbst im Preis-Leistungsverhältnis nachlesen.


Kein Geoblocking am Urlaubsort: Freischaltung beantragen

Im Jahr 2010 erreichte der Kartenbetrug in Deutschland seinen Höchststand. Laut Martin Warwick, Experte für Kartenbetrug bei Fico in Europa, haben Geldhäuser jedoch seit damals das Thema kontinuierlich verfolgt. Einiges wurde getan, um dem Betrug entgegen zu steuern. Eine Maßnahme war die Einführung des Geoblockings. Wenn eine Bank es einsetzt, können Zahlungen in einzelnen Ländern auf kleine Beträge begrenzt oder vorübergehend ganz gesperrt werden. Das soll das Ausspähen von Kartendaten für Betrüger unattraktiver machen. Das Einkaufen mit gefälschten Karten wird damit ebenfalls massiv erschwert. In welchen Ländern die Girocard funktioniert bzw. nicht einsetzbar ist, entscheidet jede Bank für sich. Die Freischaltung des Geoblockings am Urlaubsort für einen bestimmten Zeitraum, oder auch zeitlich unbegrenzt, ist häufig kostenlos. Oft kann sie per E-Banking beantragt werden. Manchmal wird um einen Anruf gebeten. Um perfekt vorbereitet in den Urlaub zu starten, sollte man deswegen auch: Frühzeitig an die Freischaltung des Geoblockings denken, zumal es ein paar Tage dauern kann, bis die Änderungen übernommen werden.
 
Bucht mit kristallklarem Wasser, dahinter typische griechische Häuser
Die Kreditkarte sollten Sie immer in den Urlaub mitnehmen. Ganz besonders aber, wenn Sie diesen Sommer nach Griechenland reisen.

Girocard UND Kreditkarte kommen mit in den Urlaub – sicher ist sicher

Geldkarten mit in den Urlaub zu nehmen, ist eine gute Idee. Wichtig ist, dass man auch im Ausland so sorgfältig mit ihnen umgeht wie Zuhause. Zum Einsatz kommen, sollte im Urlaub die Kreditkarte, sofern sie gute Auslands-Konditionen bietet. In diesem Punkt ist beispielsweise die Kreditkarte der Consorsbank, die man gratis zu jedem Girokonto bekommt, das man bei diesem Geldinstitut eröffnet. Mit der Consorsbank-Kreditkarte zahlt man nämlich weltweit nichts für bargeldloses Bezahlen sowie für Bargeldabhebungen, sofern man nur an Geldautomaten abhebt, die das Logo der Kreditkartengesellschaft Visa tragen. Beide Services sind komplett kostenfrei. Das ist mit ein Grund dafür, dass dieses Girokonto im CHECK24-Vergleich der Testsieger ist.

Die Girocard sollte nur als eine Art Absicherung für den Notfall an den Urlaubsort mitgenommen werden. Apropos Notfall: Notieren Sie sich die Nummer des Sperr-Notrufs (+49) 116 116 für den Fall, dass Ihre Girocard oder Kreditkarte gestohlen wird oder Sie sie verlieren. Der Sperr-Notruf ist täglich rund um die Uhr erreichbar.
 

Spezielle Tipps für Griechenlandurlauber

Reisende, die sich in den nächsten Tagen nach Griechenland aufmachen, sollten aufgrund der mangelnden Liquidität des Staates die Kreditkarte keinesfalls zuhause lassen. Sie gilt dort momentan als das sicherste Zahlungsmittel. Während EC-Karten nämlich mit den Banken vor Ort verknüpft sind, besteht bei Kreditkarten eine direkte Verknüpfung mit den Hauptinstituten im Ausland. Die Zahlung ist daher nicht abhängig von der monetären Situation der griechischen Bankhäuser. Diesen fehlt bekanntlich das Geld. Griechen können täglich nur 60 Euro Bargeld an Automaten abheben. Touristen betrifft das nicht. Sie haben theoretisch unbeschränkten Zugriff auf ihr Geld – natürlich im Rahmen der von ihrem Bankinstitut vorgegebenen Bestimmungen. Dennoch wird rät das Auswertige Amt Griechenlandtouristen seit Sonntag ausreichend Bargeld mit sich zu führen.

(lsc)

Weitere Artikel: