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Gebühren an Geldautomaten: Politik droht mit gesetzlicher Regelung

24.08.2010 - 23:03

Der Konflikt um die Gebühren für das Geldabheben an fremden Automaten geht in die nächste Runde. Jetzt greift Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner in den Streit ein und setzt die Banken weiter unter Druck.

Im Streit um die Gebühren für das Geldabheben an Automaten hat sich jetzt auch die Politik in Person von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) zu Wort gemeldet. Aigners Ansage an die Bankinstitute ist klar: Bis Mitte 2011 soll eine deutlich sichtbare Anzeige an den Geldautomaten installiert werden, welche die Verbraucher vor dem Abheben über die anfallende Gebühr informiert. Ansonsten sehe sich die Politik gezwungen, das Problem mit einer gesetzlichen Regelung zu lösen.

Außerdem erwartet Aigner von den Kreditinstituten, dass sie eine akzeptable Regelung zur Höhe der Gebühren finden. Enorm hohe Kosten für die Verbraucher bei der Benutzung von fremden Geldautomaten seien nicht akzeptabel. Erst im Juli hatte das Bundeskartellamt einen Vorschlag der Bankenverbände, welcher die Gebühren mit fünf Euro deckeln sollte, abgelehnt.

Aktuell zahlen Kunden durchschnittlich 5,64 Euro für das Abheben an fremden Geldautomaten, in der Spitze werden sogar zehn Euro fällig. Dies errechnete die Frankfurter Finanzberatung FMH im vergangenen Winter. Seitdem setzen Politiker und Verbraucherschützer die Bankinstitute unter Druck. Bis zum 31. August sollen die Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken eine gemeinsame Lösung zu den Abhebegebühren beim Kartellamt vorlegen.

(tei)

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