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Der Kontowechsel - die Lösung gegen Gebührenerhöhungen

18.03.2016 - 10:27

Am Dienstag kündigte der Präsident der Sparkassen, Georg Fahrenschon, das Ende des kostenlosen Girokontos an. Verbraucherschützer sagen: Wer nicht zahlen will, soll wechseln.

Girokonto bald nicht mehr gratis
Wenn Banken auf Leistungen, die einst kostenlos waren, Gebühren erheben, hilft oft nur ein Kontowechsel.
Nun, da offen ausgesprochen wurde, dass die Kontoführung künftig teurer wird, stand die Frage im Raum, zu welchem Zeitpunkt mit der Gebührenerhöhung zu rechnen sei. Die Süddeutsche Zeitung startete eine bundesweite Umfrage unter großen Sparkassen und fand heraus, dass die meisten Institute zumindest kurzfristig nicht planen, die Kontogebühren anzuheben. Zudem betonte man, dass sich Fahrenschons Aussage „Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei“ nicht im Speziellen auf Sparkassen-Konten beziehe, sondern auf die Bankenwelt im Allgemeinen.

Fest steht allerdings, dass die Sparkassen bereits im vergangenen Jahr damit begonnen haben, Gebühren rund ums Girokonto zu erhöhen, während insbesondere Direktbanken immer noch ein kostenloses Girokonto bieten. Dass dies möglich ist, liegt mitunter daran, dass reine Onlinebanken kein Filialnetz betreiben. Höhere Preise fürs Girokonto sind jedoch bei deutschen Verbrauchern gar nicht gern gesehen, zumal der Ärger über Kontoführungs- und Abhebegebühren ohnehin bereits groß ist. Doch was tun, um sich zur Wehr zu setzen?

„Hemmschwelle überwinden und wechseln“

Bereits im Juni 2016 hat Markus Feck von der Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen Verbrauchern geraten, bei Gebührenerhöhungen einen Kontowechsel durchzuführen. „Der Kunde muss nur seine Hemmschwelle überwinden und wechseln“, weiß der Finanzexperte.

Darauf ist beim Kontowechsel zu achten

Laut Stiftung Warentest ist ein Wechsel erst dann sinnvoll, wenn ein Onlinekonto nicht mehr als 40 Euro und ein Filialkonto nicht mehr als 80 Euro jährlich kostet. Der Erhalt einer Prämie als Dankeschön für die Kontoeröffnung sollte nicht im Vordergrund stehen.

Zudem sollten vor dem Kontowechsel mehrere Girokonten miteinander verglichen werden. Dabei empfiehlt es sich, alle Punkte im Blick zu haben, die Kosten verursachen können. Zum Beispiel:
-    Kontoführungsgebühren
-    Dispozinsen, Überziehungszinsen
-    Kreditkarte (Jahresgebühr, Einsatzgebühren etc.)
-    (Papier)-Überweisungen, Lastschriften, Scheckeinreichung und Daueraufträge
-    Bargeldauszahlung im Inland und Ausland
-    (gedruckte) Kontoauszüge

Zusätzlich sollte man Informationen über die Art des Kontozugriffs, den Geldautomatenverbund und die Anzahl der Geldautomaten in unmittelbarer Nähe zum Wohnort oder zur Arbeitsstätte einholen.

Nur zu überprüfen, ob beim neuen Girokonto keine Kontoführungsgebühren berechnet werden, reicht nicht aus.

Ist ein neues Konto gefunden, muss dieses nur noch beantragt und der Wechsel vollzogen werden. Der CHECK24 Girokontowechselservice steht kostenlos allen zur Verfügung, die ihr Konto schnell und unkompliziert umziehen wollen.

(lsc)

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