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Bankkunden sollen Gebühren für SMS-TANs zahlen

09.11.2011 - 13:34

Schon bald soll es gar keine Papierliste mit TAN-Nummern fürs Onlinebanking mehr geben. Doch die neuen Alternativen, wie die TAN per SMS, kosten Geld. Die Stiftung Warentest hat jetzt in einer Untersuchung von 75 Kreditinstituten herausgefunden, dass die Banken diese Kosten oft so versteckt ihren Kunden aufbrummen, dass es praktisch nicht auffällt.

Abgelöst wird das alte TAN-Verfahren durch eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten, die sich je nach Bank unterscheiden: die mobile TAN, eTAN, ChipTAN und auch FinTS. Die neuen Methoden gelten als viel sicherer. Allerdings soll das auch seinen Preis haben und so wollen mehrere Banken die Kosten, die durch den SMS-Versand anfallen, auf die Kunden abwälzen. Was das System der mobilen TAN und dem damit einhergehenden SMS-Versand letztlich kostet, muss der Kunde schon ganz genau nachlesen – in den Beschreibungen zum sicheren Onlinebanking-Verfahren. Pro Kurznachricht berechnen die Geldinstitute laut Stiftung Warentest zwischen neun und zwanzig Cent. Wählt man das ChipTAN-Verfahren, dann wird dafür ein TAN-Generator benötigt, der mit 15 Euro zu Buche schlägt, für die FinTS können es bis zu 100 Euro sein.

Kostenloses Onlinebanking gefordert

Daher fordern die Experten von Stiftung Warentest, dass jedes Geldinstitut ihren Kunden zumindest ein sicheres, kostenloses Verfahren fürs Onlinebanking beim Girokonto anbieten muss. Erhöhen die Banken ihre Sicherheitsstandards in ihrem eigenen Interesse, dann sollte der Kunde nicht dafür zur Kasse gebeten werden, wie es bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen heißt. Vergleichen kann sich lohnen, denn einige Banken und Sparkassen bieten die neuen TAN-Verfahren auch kostenlos an. Die Entscheidung, wie viel Gebühren verlangt werden sollen, trifft nämlich jedes Kreditinstitut selbst.

(sr)

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