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Immer mehr Banken schaffen kostenlose Girokonten ab

27.11.2012 - 22:00

Um sich auf dem hart umkämpften Markt zu behaupten und Neukunden zu gewinnen, boten viele Banken in den letzten Jahren kostenlose Girokonten an. Dieser Trend scheint nun vorbei zu sein – seit einiger Zeit ändern immer mehr Institute ihre Konditionen und erheben wieder Gebühren. Wer sich damit nicht abfinden will, hat keine andere Wahl als das Girokonto zu wechseln.

Da es sich beim Girokonto um eine Dienstleistung handelt, können Banken nach Belieben Kontoführungsgebühren erheben, sagt Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Bestehende Bankkunden haben folglich keinen Anspruch darauf, dass ihr Konto dauerhaft kostenlos bleibt.

Mit dem kostenlosen Girokonto sollten Bankkunden dauerhaft an die Institute gebunden werden. Auf diese Weise erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich im Laufe der Zeit auch für andere Produkte interessierten und damit Geld in die Kassen der Banken spielten. Die Bereitstellung eines Girokontos ist für die Institute jedoch mit Kosten verbunden, so Feck weiter. Aus diesem Grund würden sich viele von ihnen derzeit dafür entscheiden wieder Gebühren für das Konto zu erheben.

Bankkunden können gegen das kostenpflichtige Girokonto Widerspruch einlegen

Die Änderungen dürfen jedoch nicht heimlich durchgeführt werden. Die Banken sind verpflichtet ihre Kunden zwei Monate im Voraus schriftlich über die neue Gebührenordnung zu informieren. Dabei kann es sich allerdings auch um einen Vermerk auf dem Kontoauszug handeln.

Niemand müsse die Konditionsänderungen einfach so hinnehmen, erklärt der Verbraucherschützer. Gegen die Gebühren könne der Bankkunde innerhalb von zwei Monaten nach der Benachrichtigung  Widerspruch einlegen. Tut er dies nicht, so nimmt er die Änderung automatisch an. Nach Möglichkeit streben die Banken aber ein einheitliches Gebührenmodell für alle ihre Kunden an. Somit sind die Aussichten auf einen erfolgreichen Widerspruch gering.

Ein Girokonto Vergleich hilft bei der Suche nach kostenlosen Alternativen

In diesem Fall hilft nur ein Wechsel des Girokontos. Hier sollte sich der Kunde im Vorfeld jedoch gründlich über alternative Anbieter informieren. Besonders wichtig sind dabei folgende Fragen: Benötige ich eine Filialbank mit persönlichem Ansprechpartner, oder profitiere ich lieber von den oft günstigeren Konditionen der Direktbanken? Ist die Kontoführung dauerhaft kostenlos? Welche weiteren Gebühren für Überweisungen, Bargeldabhebungen und Ähnliches können auf mich zukommen? Wird eine kostenlose Kreditkarte angeboten oder ist diese gebührenpflichtig? Ein Vergleich von Girokonten zeigt Verbrauchern sämtliche Kosten und Konditionen der Institute übersichtlich auf. Auf diese Weise wird die Suche nach dem optimalen Girokonto deutlich erleichtert.

Nach der Eröffnung des neuen Girokontos sollte das alte Konto nicht Hals über Kopf gekündigt werden. Verbraucherschützer Fleck empfiehlt, das alte und das neue Konto mindestens zwei Monate parallel laufen zu lassen. So sei sichergestellt, dass alle wichtigen Zahlungen über das neue Konto laufen und es nicht zu Fehlbuchungen kommt. Erst dann könne der Kunde das alte Konto einschlafen lassen.

(fr)

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