0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Windgas: Neuer Öko-Gastarif von Greenpeace kann bestellt werden

11.07.2011 - 11:07

proWindgas - so heißt ein neuer Tarif, den der Gasanbieter Greenpeace Energy im Programm hat. Die Gaslieferungen an die Kunden sollen zunehmend umweltfreundlichen Wasserstoff enthalten, der mit Hilfe von Ökostrom aus Windenergie gewonnen wird. Bestellungen für den neuen Gastarif werden ab sofort angenommen, ab Oktober kann Greenpeace liefern - zunächst allerdings nur normales Erdgas.

Es ist eine doppelte Deutschlandpremiere: der erste Windgas-Tarif - und das erste Engagement von Greenpeace Energy auf dem Gasmarkt. Die Energiegenossenschaft, die aus der gleichnamigen Umweltschutzorganisation entstanden ist, will umweltbewussten Verbrauchern eine klimaschonende Art des Kochens und Heizens ermöglichen und das Gasnetz als Speicher für erneuerbare Energie erschließen.

Windenergie als Ökogas nutzen und speichern

Die Idee: Mit Strom aus Windenergie-Anlagen wird CO2-neutral Wasserstoff erzeugt und ins Gasnetz eingespeist. Das funktioniert problemlos bis zu einem Anteil von fünf Prozent. Dadurch kann laut Greenpeace bereits 45-mal mehr Ökostrom im Gasnetz gespeichert werden als in den bestehenden Pumpspeicherkraftwerken. Der klimaneutrale Wasserstoff kann wie ganz normales Gas in Heizungen, Autos und Gasherden verbrannt werden - oder in Blockheizkraftwerken wieder zu Strom werden. Auch ein höherer Wasserstoff-Anteil ist möglich. Dazu muss der Wasserstoff allerdings in erdgasgleiches Methan umgewandelt werden.

Auf diese Weise lässt sich ein Hauptproblem der Versorgung mit erneuerbaren Energien elegant lösen - die schwierige Speicherung von Ökostrom. Schließlich stehen Wind und Sonne nicht immer dann zur Verfügung, wenn gerade viel Strom benötigt wird. Nach einer von Greenpeace Energy beim Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Auftrag gegebenen Studie ist die Kopplung der Energienetze für Strom und Gas die einzige nationale Option für die Energiespeicherung im erforderlichen Umfang, um auf regenerative Energiequellen umsteigen zu können.

Windgas bestellen und Energiewende vorantreiben

Vorerst erhalten allerdings auch Greenpeace-Kunden ganz normales, fossiles Erdgas - und zahlen einen Windgas-Aufpreis von 0,4 Cent pro Kilowattstunde. Mit diesem Betrag unterstützen sie den Bau der benötigten Elektrolyseure, die künftig den Wasserstoff herstellen sollen. Die ersten Anlagen sollen 2012 die Arbeit aufnehmen, ab dann erhalten die Abnehmer von Greenpeace einen zunehmenden Wasserstoff-Anteil. So verbessern sie ihre persönliche CO2-Bilanz und können sich auf die Fahnen schreiben, die Energiewende ein Stück vorangebracht zu haben.

Der neue Greenpeace-Gastarif proWindgas ist bundesweit verfügbar, die Gaslieferungen sollen im Oktober starten. Ein Liefervertrag kann bereits jetzt über den Gasvergleich von CHECK24 abgeschlossen werden. Sofern keine Kündigungsfrist einzuhalten ist, genügt es, den Windgas-Tarif bei Greenpeace zu bestellen. Die Kündigung beim alten Gasanbieter erfolgt dann automatisch und die Gasversorgung wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt umgestellt.

(mb)

Weitere Artikel: