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Verbraucherschützer raten: Gasanbieter bei Preiserhöhung wechseln

27.09.2011 - 15:57

Hunderte Gasanbieter erhöhen in diesen Tagen die Preise. Weitere werden nachziehen, erwarten Energieexperten. Verbraucherschützer raten betroffenen Kunden: Die Preiserhöhung nicht einfach schlucken, sondern den Gasanbieter wechseln. Ein Preisvergleich zeigt: In vielen Fällen können die jährlichen Ausgaben für Gas durch einen günstigeren Tarif sogar deutlich gesenkt werden. Eine Ersparnis von bis zu 500 Euro im Vergleich zum Grundversorger ist oft erreichbar.

Die wohlig warme Wohnung im Winter dürfte zahlreichen Gaskunden bald kalte Schauer über den Rücken jagen. Denn hunderte Gasanbieter drehen derzeit kräftig an der Preisschraube. Allein im Oktober und November steigen nach aktuellem Stand die Preise von rund 240 Grundversorgungstarifen - weitere werden noch hinzukommen, schätzen Energieexperten. Durchschnittlich rund 140 Euro mehr pro Jahr müssen die betroffenen Kunden für Gas einkalkulieren. Zudem erhöhen sich auch die Preise für zahlreiche Sondervertragskunden. Der Bund der Energieverbraucher hat bereits am Monatsanfang nachgerechnet - das Ergebnis: In vielen Fällen sind die Preiserhöhungen unbegründet. Der Verein kritisiert vor allem, dass viele Versorger ihr Gas über Lieferverträge mit Ölpreisbindung beschaffen - was zu unnötigen Kosten für die Kunden führe.

Preissteigerungen nicht einfach schlucken

Einfach hinnehmen sollten Verbraucher derartige Preissteigerungen nicht - darauf weisen Verbraucherschützer hin. Wird eine Preiserhöhung angekündigt, so haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Wie lange die Kündigungsfrist in diesem Fall läuft und wann die Tariferhöhung bekannt gegeben werden muss, geht aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Gasanbieters hervor. Meist muss die Ankündigung sechs Wochen vor der Preiserhöhung erfolgen, in der Regel hat der Kunde dann zwei oder vier Wochen Zeit zur Kündigung.

Mit dem Gasvergleich können Verbraucher unverbindlich und schnell ermitteln, wie viel sie durch einen Wechsel zu einem günstigeren Gasversorger sparen können. Wichtig ist dabei, die eigene Postleitzahl und den jährlichen Gasverbrauch korrekt anzugeben, da die Berechnung der günstigsten Angebote von diesen beiden Werten abhängt. Der Vergleich berücksichtigt alle im jeweiligen Postleitzahlengebiet verfügbaren Angebote. Lediglich einige als verbraucherunfreundlich eingestuften Tarife werden nicht angezeigt, können aber per Mausklick eingeblendet werden. Ebenso können Nutzer Gastarife mit unerwünschten Merkmalen vom Vergleich ausschließen.

Gasanbieter bequem online wechseln

Zum Wechsel des Gasanbieters genügt es, einen neuen Versorger mit den Gaslieferungen zu beauftragen - das geht online über den Vergleichsrechner oder per Post. Alles Weitere geschieht automatisch. Allerdings: Wenn die Frist für eine Sonderkündigung kurz ist und der Gasvertrag anschließend noch mehrere Monate laufen würde, sollten Kunden lieber selbst kündigen. Falls der neue Anbieter nicht rechtzeitig liefern kann, springt für wenige Wochen der Grundversorger ein. Das gilt auch, wenn ein Anbieter ausfallen sollte - das ist vom Gesetzgeber so festgelegt. Das Gas kann nie abgestellt werden. Die Risiken bei einem Gasanbieter-Wechsel sind also äußerst überschaubar. Im Gegensatz zu den Einsparungen.

(mb)

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