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Ökogas: So einfach ist klimaschonendes Heizen

18.03.2016 - 10:28

Wer sein Zuhause mit Ökogas heizt, schont das Klima – und hat mittlerweile die Qual der Wahl zwischen verschiedensten Tarifen. Kann jeder mit Ökogas heizen? Und ist Ökogas dasselbe wie Biogas? Wir klären auf.

Keine Energiewende ohne Wärmewende

Biogasanlage: Heizen mit klimaschonendem Biogas
Wer mit Gas heizt, das in Biogasanlagen hergestellt wird, schont Klima und Ressourcen.
Die Energiewende in Deutschland kommt gut voran und erfährt auch von der Bevölkerung breite Unterstützung. Eine Energiewende ohne Wärmewende kann allerdings nicht gelingen. Die Heizung verbraucht in einem Privathaushalt die meiste Energie – und produziert dementsprechend viel CO2. Hier ist zum einen effizientes Heizen angesagt. So sollten die Räume nicht überhitzt (20 Grad Raumtemperatur reichen völlig aus) und regelmäßig stoßgelüftet werden. Bei älteren Heizungen empfiehlt sich zudem eine Umrüstung. Daneben sollten gerade Hausbesitzer über eine energetische Sanierung nachdenken, was den Heizenergiebedarf ebenfalls deutlich senkt.

Klimaschonend heizen mit Ökogas

Es gibt noch eine Möglichkeit, beim Heizen das Klima zu schonen: Rund 50 Prozent aller deutschen Wohnungen werden mit Erdgas beheizt. Natürlich ist eine Gasheizung weniger schädlich für die Umwelt als etwa eine Ölheizung. Dennoch wird auch bei der Nutzung von Erdgas eine nicht unbedeutende Menge CO2 freigesetzt. Wer hier einen Beitrag für den Klimaschutz leisten will, kann Ökogas beziehen. Dieses gelangt wie das herkömmliche Erdgas über die normale Gasleitung zur Verbrauchsstelle – jeder, der einen Erdgastarif abgeschlossen hat, kann diesen also durch einen klimafreundlicheren Ökogastarif ersetzen.

Ökogas ist nicht gleich Ökogas

Wer denkt, Ökogas ist durchwegs umweltschonend erzeugtes Biogas, liegt falsch. Ökogas ist kein geschützter Begriff und steht für verschiedene Arten von Erdgas und Biogas. Prinzipiell ist zwischen sogenannten Klimatarifen und „echtem“ Biogas zu unterscheiden. Bei ersteren erhält der Kunde herkömmliches Erdgas. Die Menge an Kohlendioxid, die beim Verbrennen des Erdgases frei wird, gleicht der Versorger durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten oder den Erwerb von Emissionszertifikaten aus. Oft investieren Gasanbieter in die Wiederaufforstung von Regenwäldern, denn der Regenwald bindet sehr viel CO2.
Biogas dagegen wird durch die Vergärung von Biomasse, also von regenerativen Materialien wie Abfall oder Dünger, erzeugt. Auch sogenannte Energiepflanzen, etwa Raps oder Mais, können zur Biogasgewinnung verwendet werden. Dies wird zum Teil kritisiert, da der Anbau der Energiepflanzen mit Monokulturen einhergehen kann. Biogas ist jedoch in jedem Falle deutlich umweltschonender als herkömmliches Erdgas. Denn im Gegensatz zu letzterem ist Biogas CO2-neutral, da das Kohlendioxid, das bei der Verbrennung frei wird, zuvor von organischen Stoffen aufgenommen wurde. Zudem ist Biogas im Gegensatz zum endlichen Erdgas eine regenerative Energiequelle.

Den passenden Ökogastarif finden

Wer Ökogas beziehen möchte, muss sich also zunächst entscheiden, ob er einen Klimatarif abschließen oder mit Biogas versorgt werden möchte. Der Ökogasvergleich von CHECK24 kann entsprechend eingestellt werden, also die Suche nach verfügbaren Tarifen beispielsweise auf Biogas begrenzt werden. Hundertprozentiges Biogas ist noch relativ selten; häufiger sind Erdgastarife mit einem Biogasanteil, den der Kunde oftmals selbst bestimmen kann.
Das Angebot an Ökogastarifen wird immer größer, und das klimaschonende Gas muss dabei nicht teuer sein. Gerade die Klimatarife sind häufig sogar günstiger als herkömmliches Erdgas. Ökogas zu beziehen ist also ein kleiner Beitrag zur Wärmewende, den jeder leisten kann, der eine Gasheizung hat.

(mwa)

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