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Interessante Fakten über Biogas

28.07.2016 - 13:55

Jahrhundertealte Technik

Bereits im 18. Jahrhundert wurde entdeckt, dass bei der Vergärung von organischen Stoffen Biogas entsteht. Die ersten Biogasanlagen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts in asiatischen Ländern für den Hausgebrauch eingesetzt. In Deutschland wurde erst ab 1970 darüber nachgedacht, Biogas zur kommerziellen Energiegewinnung aufzubereiten. Seit 2007 wird Biogas zur Strom- und Gasgewinnung genutzt.
 

Strom statt Gas

Strom aus Biomasse
Wenn sie groß ist, hilft sie bei der Stromerzeugung aus Biomasse.
In Deutschland wird Biogas vor allem zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken genutzt – nur ein geringer Anteil des Ökogases wird für das Erdgasnetz aufbereitet. Die Stromerzeugung aus Biomasse hat sich seit dem Jahr 2000 deutlich erhöht. Seit 2000 erhalten Biogasanlagenbetreiber eine durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EGG) geregelte Einspeisevergütung für einen Zeitraum von 20 Jahren. Mittlerweile könnte der aus Biomasse erzeugte Strom zwei Atomkraftwerke ersetzen.
 

Biogas-Land Sachsen-Anhalt

Knapp ein Fünftel des Biogases, das ins deutsche Gasnetz eingespeist wird, stammt aus dem landwirtschaftlich geprägten Sachsen-Anhalt. Auch die Anlagenbetreiber aus Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den Spitzenreitern. Von dort stammen fast 13 Prozent unseres Biogases, das in den Gasleitungen landet. Auch Niedersachsen und Brandenburg spiele eine große Rolle in der Biogas-Branche. Die städtisch geprägten Bundesländer Berlin und Hamburg tragen kaum zur Biogaserzeugung bei.
 

Aus Eiscreme wird Biogas

Der Eiscreme-Hersteller Ben & Jerry's lässt aus den Abfällen seiner Eisproduktion Biogas herstellen. Die nicht-essbaren Reste können die Milchlieferanten, mit denen die Eisfirma zusammenarbeitet, für ihre eigenen Biogasanlagen nutzen. So entsteht ein klimaschonender Kreislauf, in dem möglichst viele Ressourcen genutzt werden.
 

Eine Kuh: 1000 Waschgänge

Kühe produzieren Gülle, aus Gülle wird Biogas, Biogas wird in Strom umgewandelt. Das Bundeswirtschaftsministerium hat errechnet, dass aus der Gülle einer einzigen Kuh bis zu 1.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr gewonnen werden kann. Der Strom reicht für etwa 1.000 Waschgänge.
 

Eigene Biogasanlage im Garten

Ein israelisches Startup hat eine Mini-Biogasanlage für den eigenen Garten erfunden. In der etwa ein Meter hohen Anlage können täglich sechs Liter Bioabfälle oder 15 Liter Haustiermist in Biogas und flüssigen Dünger umgewandelt werden. Mit dem Biogas kann täglich bis zu vier Stunden gekocht werden. Die Anlagen können Verbraucher selbst in ein paar Stunden aufbauen. Für den Gasanschluss wird allerdings ein Installateur benötigt. Der Verkauf soll im Sommer 2016 starten.
 

Ökogas oft günstiger als Grundversorgung

Wer keinen Platz für eine eigene Biogasanlage hat, kann einen Biogastarif wählen. Im Gasrechner einfach Ökogas auswählen und schon erhalten Sie nur Klima- oder Biogastarife. Da die Angebote der Ökogasversorger häufig günstiger sind als die Grundversorgungstarife, schonen Sie mit einem Klick Klima und Haushaltskasse.

(sst)
 

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