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Wenn die Heizung ausfällt: Tipps für Mieter

08.01.2016 - 11:05

Gerade in der kälteren Jahreszeit kommt es vor, dass Heizungsanlagen nicht richtig funktionieren oder sogar komplett ausfallen. Bei der Heizung ist es wie bei vielen Dingen: Wird sie mehr beansprucht, geht sie auch leichter kaputt. Wie Sie als Mieter am besten vorgehen, wenn es in der Wohnung kalt bleibt, erfahren Sie hier.


Welche Temperaturen sollten in einer Wohnung herrschen?

Heizungsausfall
Albtraum für Mieter und Vermieter: Ein Heizungsausfall im Winter.
In der Heizsaison von 1. Oktober bis 30. April hat der Mieter Anspruch auf eine funktionierende Heizung. Sollte es außerhalb dieser Zeit einmal ungewöhnlich kalt sein, muss der Mieter die Heizung ebenfalls nutzen können. Hier handelt es sich allerdings lediglich um allgemeine Regeln – gesetzlich festgeschrieben ist dies nicht. Prinzipiell sollten sich alle Wohnräume tagsüber auf mindestens 20 Grad beheizen lassen. Nachts gelten 18 Grad als ausreichend. Beim Flur sind immer 15 Grad die Mindesttemperatur.

Was tun, wenn die Heizung nicht funktioniert?

Lassen sich die Räume nicht auf diese Grenzwerte beheizen, sollte man den Vermieter informieren – am besten unverzüglich. Setzen Sie sich auch dann mit Ihrem Vermieter in Verbindung, wenn Sie selbst einen guten Installateur kennen. Sie wollen ja schließlich, dass Ihr Vermieter die Kosten trägt. Ist eine Wohnung weniger als 15 Grad warm, besteht Gefahr für die Gesundheit. Hier muss der Vermieter sofort handeln. Kann die Reparatur nicht gleich durchgeführt werden, so muss ein Ausweichquartier zur Verfügung gestellt werden.
 
Tipp: Unternimmt der Vermieter nichts, so hat man Anspruch auf Mietminderung. Hier sollten Sie unbedingt einen Experten zu Rate ziehen, auf Mietminderungstabellen aus dem Internet ist nicht immer Verlass.

Wie soll ich vorgehen, wenn ich meinen Vermieter nicht erreiche?

Ist der Vermieter beispielsweise gerade im Urlaub, sollte man ihm eine angemessene Frist per Mail oder Anrufbeantworter setzen. Hier gibt es keine gesetzliche Vorgabe, doch Mieterbunde halten drei bis vier Tage für angemessen. Reagiert der Vermieter nicht innerhalb dieser Zeit, so kann der Mieter selbst eine Firma mit der Reparatur beauftragen und sich die Kosten später erstatten lassen.
 
Achtung: Es gilt das Verursacherprinzip! Ist der Mieter selbst für den Schaden verantwortlich, so kann der Vermieter verlangen, dass er für die Reparaturkosten aufkommt. In der Regel übernimmt dies die private Haftpflichtversicherung.

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(mwa)

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